Siemens Energy Aktie: 6 Milliarden bis Ende 2028
Siemens Energy profitiert von massiven Aktienrückkäufen und starkem Netzgeschäft. Der Konzern hebt Prognose an und erwartet Rekord-Cashflow.

Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs erholt sich um vier Prozent
- Rückkaufprogramm über sechs Milliarden Euro
- Grid Technologies treibt Wachstum an
- Freier Cashflow verdoppelt sich auf acht Milliarden
Siemens Energy meldet sich am Donnerstag eindrucksvoll zurück. Die Aktie klettert um 4,03 Prozent auf 164,88 Euro. Damit unterbricht der Titel eine wochenlange Schwächephase. Der Grund für die Erholung liegt nicht in neuen Quartalszahlen. Das laufende Aktienrückkaufprogramm entfaltet seine Wirkung.
Der Konzern kauft massiv eigene Papiere vom Markt. Bis Ende 2028 will das Management Aktien für bis zu sechs Milliarden Euro erwerben. Die aktuelle Tranche läuft seit Anfang Juni. Sie umfasst ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro.
Allein in der vergangenen Woche sammelte Siemens Energy über 570.000 Aktien ein. Seit dem Start der Tranche summieren sich die Käufe auf rund 1,5 Millionen Stück. Diese stetige Nachfrage stützt den Kurs spürbar.
Charttechnik und Rendite
Trotz des heutigen Kurssprungs bleibt das kurzfristige Bild gemischt. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet die Aktie ein Minus von knapp zehn Prozent. Sie notiert aktuell leicht unter der wichtigen 50-Tage-Linie.
Langfristig sieht die Bilanz deutlich besser aus. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 34 Prozent auf der Anzeigetafel. Das im April erreichte 52-Wochen-Hoch von 195,54 Euro bleibt das nächste große Ziel.
Netzgeschäft als Ertragsperle
Den fundamentalen Unterbau liefert das boomende Geschäft mit Stromnetzen. Siemens Energy hatte im April die Jahresprognose deutlich angehoben. Der Vorstand erwartet für 2026 nun ein Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent.
Besonders die Sparte Grid Technologies treibt das Wachstum. Hier plant das Management mit einem Umsatzplus von bis zu 27 Prozent. Die operative Marge soll in diesem Bereich auf bis zu 20 Prozent steigen.
Das Netzgeschäft spült Geld in die Kassen. Die Folge: massiver Spielraum. Der Konzern rechnet für das laufende Jahr mit einem freien Cashflow von rund acht Milliarden Euro. Das ist doppelt so viel wie ursprünglich geplant.
Das operative Geschäft brummt. Parallel dazu kauft das Management konsequent eigene Aktien. Diese Kombination sichert den Kurs nach unten ab. Solange die Auftragsbücher in der Netztechnik voll bleiben, behält Siemens Energy seinen fundamentalen Rückenwind.
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