Siemens Energy Aktie: Auftragseingang 17,9 Milliarden Euro
Siemens Energy erholt sich nach der SpaceX-Meldung. Analysten verweisen auf starke Quartalszahlen, Rekordaufträge und die bestätigte Jahresprognose.

Kurz zusammengefasst
- JPMorgan bestätigt 245-Euro-Kursziel
- Aktie steigt am Mittwoch 1,5 Prozent
- Auftragseingang erreicht 17,9 Milliarden Euro
- Jahresprognose für 2026 bekräftigt
Die SpaceX-Nachricht vom Wochenende hatte Siemens Energy am Montag noch schwer zugesetzt. Nun rudern gleich mehrere Analysehäuser zurück und deuten die Pläne des Raumfahrtkonzerns zur Eigenproduktion von Turbinenschaufeln als Beleg für ungebrochene Stromnachfrage – nicht als Bedrohung für den Energiekonzern.
JPMorgan bestätigte am Dienstag die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 245 Euro. Jefferies bekräftigte am selben Tag „Buy“ mit einem Kursziel von 215 Euro. Auch die Deutsche Bank stufte die SpaceX-Pläne als weniger bedrohlich ein und beließ ihre Kaufempfehlung mit Kursziel 210 Euro.
Die Begründung der Deutschen Bank: Elon Musk dürfte mit der Eigenfertigung primär seine eigenen KI-Rechenzentren versorgen wollen, nicht in Konkurrenz zu etablierten Turbinenherstellern treten.
Kurserholung nach Verkaufswelle
Die Aktie reagierte auf die Analysten-Rückmeldungen mit einer spürbaren Erholung. Am heutigen Mittwoch steigt das Papier um 1,5 Prozent, nachdem es am Dienstag bei 140,20 Euro geschlossen hatte.
Auf Wochensicht bleibt allerdings ein Minus von 6,3 Prozent stehen – ein Hinweis darauf, dass die Verunsicherung durch die SpaceX-Meldung noch nicht vollständig verarbeitet ist. Der Rücksetzer reiht sich in eine Reihe operativer und struktureller Nachrichten ein, die den Titel zuletzt bewegt haben.
Operatives Fundament bleibt stark
Der eigentliche Grund für die Zuversicht der Analysten liegt in den fundamentalen Zahlen. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Siemens Energy einen Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro – ein Rekordwert.
Das Ergebnis je Aktie lag mit 1,26 Euro rund 8,6 Prozent über den Erwartungen. Der Auftragsbestand kletterte auf 162 Milliarden Euro, während der Umsatz vergleichbar um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro zulegte. Das Ergebnis vor Sondereffekten verdreifachte sich nahezu auf 1,62 Milliarden Euro.
Der Konzern bestätigte daraufhin seine Jahresprognose für 2026: ein vergleichbares Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent und eine Marge vor Sondereffekten zwischen 10 und 12 Prozent.
Zusätzlichen Rückenwind lieferte die Windkrafttochter Siemens Gamesa, die erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder ein positives Quartalsergebnis erzielte und damit im Plan liegt, 2026 die Gewinnschwelle zu erreichen.
Strukturelle Weichen für die Zukunft
Auf struktureller Ebene hat der Konzern seit gestern die Ausgliederung der Sparte „Transformation of Industry“ eingeleitet, die mit rund 17.000 Mitarbeitern und 5,7 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr zu Buche schlägt.
Mehrere große Finanzinvestoren, darunter CVC Capital Partners, EQT, Bain Capital, Brookfield und KKR, sollen laut Bloomberg Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung signalisiert haben. Eine Bewertung von über 10 Milliarden Euro erscheint dabei möglich.
Parallel dazu treibt Siemens Energy das angekündigte Rebranding voran: Unter der neuen Marke „Omterra“ sollen Siemens Energy und Siemens Gamesa Renewable Energy noch in diesem Jahr schrittweise zusammengeführt werden. Der Konzern zahlt für die Nutzung des Namens „Siemens“ bis 2030 jährlich rund 300 Millionen Euro an die ehemalige Muttergesellschaft, mit der er seit der Abspaltung 2020 keine kapitalmäßige Verbindung mehr hat.
Für Anleger zeichnet sich damit ein zweigeteiltes Bild ab: Kurzfristig bleibt die Aktie anfällig für Nachrichten aus dem Umfeld großer Technologiekonzerne, mittelfristig sprechen Rekordaufträge und eine bestätigte Prognose für operative Stärke.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 2. September liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...