Siemens Energy Aktie: Bessere Prognosen voraus!
Die angehobene Jahresprognose von Siemens Energy hängt maßgeblich an der Erholung der Windkrafttochter Gamesa.

Kurz zusammengefasst
- Gamesa schreibt geringere Verluste
- Netzgeschäft mit Rekordauftragsbestand
- Aktienrückkauf von bis zu 6 Milliarden Euro
- Halbjahresbericht am 12. Mai entscheidend
150 Prozent Kursplus in zwölf Monaten — Siemens Energy hat eine bemerkenswerte Verwandlung hinter sich. Am 12. Mai legt der Konzern seinen vollständigen Halbjahresbericht vor. Ob die angehobene Jahresprognose Bestand hat, hängt an einer einzigen Sparte: Siemens Gamesa.
Die Aktie schloss zuletzt bei 181,92 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 48 Prozent — der Kurs liegt damit knapp vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom April.
Gamesa: Besserung, aber noch kein Durchbruch
Lange Zeit war Siemens Gamesa das Sorgenkind des Konzerns. Technische Probleme und Milliardenverluste belasteten die Bilanz. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres schrumpfte der operative Verlust auf 44 Millionen Euro — nach 249 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das ist Fortschritt. Reicht aber noch nicht.
Das Management hat den Breakeven bei Gamesa zur expliziten Bedingung für die Jahresprognose gemacht. Im zweiten Halbjahr muss das Offshore-Geschäft eine starke Erholung liefern. Bleibt diese aus, könnten aktivistische Investoren Auftrieb bekommen: Ananym Capital fordert bereits einen Spin-off der Windkraftsparte. Das Argument: Gamesa drücke auf die Bewertung des florierenden Kerngeschäfts.
Grid Technologies liefert
Während Gamesa unter Beobachtung steht, läuft das Netzgeschäft rund. Grid Technologies plant ein Umsatzwachstum von 25 bis 27 Prozent und eine bereinigte Marge zwischen 18 und 20 Prozent. Der Auftragsbestand erreichte im ersten Quartal mit 146 Milliarden Euro einen historischen Höchststand. Rund 90 Prozent des erwarteten Umsatzes für das restliche Geschäftsjahr sind bereits gedeckt.
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Mögliche Belastungen durch US-Zölle schätzt das Management auf einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Begrenzt wird das Risiko durch 28 eigene Produktionsstätten in den USA.
Kapitalrückführung auf Kurs
Parallel zur operativen Entwicklung läuft ein milliardenschweres Rückkaufprogramm. Bis Ende des Geschäftsjahres 2028 will Siemens Energy eigene Aktien im Wert von bis zu 6 Milliarden Euro zurückkaufen. Die erste Tranche von bis zu 2 Milliarden Euro läuft bis Ende September 2026. Zusammen mit Dividenden plant der Konzern, in zwei Jahren rund 10 Milliarden Euro an Aktionäre zurückzuführen. Analysten erwarten für das laufende Jahr eine mehr als Verdoppelung der Dividende.
Am 12. Mai rückt Gamesa in den Mittelpunkt. Investoren werden die Cashflow-Daten und den Stand der Offshore-Projekte genau prüfen. Zeigen die Zahlen, dass der Breakeven im zweiten Halbjahr realistisch ist, dürfte der Kurs die jüngste Konsolidierung schnell hinter sich lassen.
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