Siemens Energy Aktie: BofA sieht 50 Prozent Potenzial
Analysten sehen bei Siemens Energy deutliches Aufwärtspotenzial, gestützt auf Rekordaufträge und starke Gasturbinensparte.
Kurz zusammengefasst
- Kursziel von 250 Euro ausgegeben
- Rekordauftragseingang von 17,7 Milliarden Euro
- Prognose für kumulierten Cashflow bis 2030
- Aktie notiert unter Jahreshoch
Rekordaufträge, angehobene Prognose, euphorische Analysten — und die Aktie notiert rund neun Prozent unter ihrem Jahreshoch. Bei Siemens Energy klaffen Analystenoptimismus und Kursentwicklung derzeit spürbar auseinander.
Gasturbinen treiben die Fantasie
Die Bank of America hat ihr Kaufvotum bekräftigt und ein Kursziel von 250 Euro ausgegeben. Beim aktuellen Kurs von rund 172 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von etwa 50 Prozent. Analyst Alexander Jones stützt seinen Optimismus vor allem auf das Gasturbinengeschäft, das die bisherigen Erwartungen übertrifft. Für das Geschäftsjahr 2025/26 rechnet die BofA im Gasbereich mit einem Auftragseingang von 90 bis 100 Gigawatt.
Die langfristige Cashflow-Perspektive ist es, die den Kursausblick trägt. Bis 2030 prognostiziert die Bank einen kumulierten freien Cashflow vor Steuern von fast 15 Milliarden Euro.
Zahlen liefern die Grundlage
Das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 war eindrucksvoll. Der Auftragseingang erreichte mit 17,7 Milliarden Euro einen Rekordwert, der gesamte Auftragsbestand wuchs auf 154 Milliarden Euro. Das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,72. Der Quartalsumsatz stieg um 8,9 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, der Nettogewinn kletterte von 501 auf 835 Millionen Euro.
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Das Management hob daraufhin die Jahresziele an: Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent, eine Ergebnismarge zwischen 10 und 12 Prozent, ein Nettogewinn von rund 4 Milliarden Euro sowie ein freier Cashflow von etwa 8 Milliarden Euro.
Breiter Analysten-Rückenwind
Die positive Grundstimmung beschränkt sich nicht auf die BofA. Jefferies hob das Kursziel am Montag von 164 auf 215 Euro an und verwies auf das starke Netz- und Gasturbinengeschäft sowie Besserungszeichen bei der Windtochter Siemens Gamesa. JPMorgan sieht die Aktie bei 225 Euro, Goldman Sachs bei 212 Euro, Deutsche Bank und Berenberg nennen jeweils 200 Euro als Ziel.
An der Börse hält sich die Begeisterung indes in Grenzen. Die Aktie legte am Montagvormittag moderat auf rund 172 Euro zu — nach einem Jahresplus von knapp 40 Prozent und einer Kursvervielfachung von 120 Prozent binnen zwölf Monaten ist das Papier nicht mehr günstig zu haben. Das 52-Wochen-Hoch von 188 Euro vom 24. April liegt gut acht Prozent entfernt. Den nächsten harten Datenpunkt liefert Siemens Energy am 5. August 2026, wenn die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt werden.
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