Siemens Energy Aktie: Gamesa schreibt wieder Gewinne
Siemens Energy meldet starke Quartalswerte, schwarze Zahlen bei Siemens Gamesa und einen Auftragsbestand von 162 Milliarden Euro.
Kurz zusammengefasst
- Rechenzentren treiben Energiebedarf weltweit
- JPMorgan bestätigt Einstufung mit Overweight
- Siemens Gamesa schreibt wieder Gewinne
- Auftragsbestand erreicht 162 Milliarden Euro
Die fortschreitende Digitalisierung und der massive Ausbau künstlicher Intelligenz fordern die weltweiten Stromnetze heraus. Betreiber von Rechenzentren fragen in hohem Maße Ausrüstung zur Energieübertragung und Stromerzeugung nach. Siemens Energy profitiert von diesem strukturellen Trend unmittelbar. Der steigende Bedarf stützt den Auftragseingang sowie die Profitabilität des Energietechnikkonzerns.
Am Kapitalmarkt stößt diese Entwicklung auf ein positives Echo. Das Analysehaus JPMorgan bestätigte am 9. September nach Gesprächen mit Konzernchef Christian Bruch seine Einstufung mit „Overweight“. Die Experten bezifferten das Kursziel auf 245 Euro.
Bereits am 2. September hatte das Analysehaus Jefferies seine Kaufempfehlung mit dem Votum „Buy“ bekräftigt. Zugleich passte Jefferies das Kursziel von 215 Euro moderat auf 210 Euro an. Beide Institute sehen damit beträchtlichen Spielraum gegenüber dem aktuellen Bewertungsniveau.
Operative Trendwende stützt die Erwartungen
Die optimistischen Einschätzungen treffen auf ein gefestigtes operatives Fundament. Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 wies der Konzern einen Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro aus. Der Umsatz erreichte im selben Zeitraum 11,4 Milliarden Euro.
Einen wesentlichen Beitrag zur verbesserten Gesamtlage leistete das Windkraftgeschäft. Die Konzerntochter Siemens Gamesa schrieb nach Unternehmensangaben im dritten Quartal erstmals seit dem Jahr 2022 wieder schwarze Zahlen. Der erfolgreiche Turnaround in der Windsparte galt lange als größte Baustelle des Managements. Nun sorgt die Rückkehr in die Gewinnzone für eine spürbare Entlastung der Konzernbilanz.
Rekordpolster sichert mittelfristige Auslastung
Der Auftragsbestand kletterte zuletzt auf das Rekordniveau von 162 Milliarden Euro. Diese Summe verleiht den Planungen der kommenden Geschäftsjahre eine hohe Visibilität. Getrieben wird die Nachfrage nicht allein durch konventionelle Modernisierungen der Netze. Der weltweite Neubau von Rechenzentren für rechenintensive Anwendungen erfordert zusätzliche Kapazitäten zur gesicherten Stromversorgung.
An der Börse notierte das Papier am vergangenen Freitag bei einem Schlusskurs von 140,98 Euro. Seit dem Jahresanfang verzeichnet der Titel einen Wertzuwachs von 17 Prozent. Die Kombination aus prall gefüllten Auftragsbüchern und dem globalen Investitionsschub in die Energieinfrastruktur bietet dem Konzern robuste Rahmenbedingungen für den weiteren Jahresverlauf.
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