Siemens Energy Aktie: Grundsatzvereinbarung mit Irak unterzeichnet
Das Abkommen umfasst Kraftwerks- und Netzausbau; zugleich wechseln Aufsichtsratsmitglieder und Siemens hält noch 4,98 Prozent.
Kurz zusammengefasst
- Vereinbarung zur vierten Kooperationsphase unterzeichnet
- Neue Kraftwerke und Umspannwerke vorgesehen
- Lundmark ab Oktober als Aufsichtsrat bestellt
- Siemens-Anteil auf 4,98 Prozent gesunken
Siemens Energy treibt den Ausbau seines internationalen Projektgeschäfts im Nahen Osten voran. Wie Medienberichten zufolge bekannt wurde, unterzeichneten der Energietechnikkonzern und das irakische Elektrizitätsministerium am 15. September in Berlin eine Grundsatzvereinbarung für die vierte Phase ihrer gemeinsamen Energiekooperation. Das Abkommen zielt darauf ab, die Stromversorgung des Landes durch umfassende Modernisierungen und Neuprojekte zu stabilisieren.
An der Börse zeigte sich das Papier am Freitag stabil und beendete den Handel bei 144,06 Euro, was einem Tagesplus von 0,4 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Zuwachs von 20 Prozent.
Ausbau der Kraftwerks- und Netzinfrastruktur
Die Vereinbarung mit dem irakischen Ministerium deckt ein breites Spektrum an Maßnahmen ab. Vorgesehen sind neue Kraftwerksprojekte sowie die Errichtung zusätzlicher Umspannwerke, um die Erzeugungskapazitäten zu steigern und das Übertragungsnetz auszubauen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung bereits bestehender Anlagen sowie gezielten Schritten zur Behebung akuter Netzengpässe.
Über den reinen Bau und die Instandsetzung hinaus beinhaltet die Vereinbarung langfristige Wartungsverträge. Zudem führten die beteiligten Parteien Gespräche über die Projektfinanzierung sowie begleitende Schulungsprogramme für lokales Personal.
Ziel dieser vierten Kooperationsphase ist eine zuverlässigere Energieinfrastruktur im Irak, wo Netzüberlastungen und Ausfälle seit Jahren eine zentrale Herausforderung für Wirtschaft und Bevölkerung darstellen.
Veränderungen in Aufsichtsrat und Aktionärskreis
Parallel zum Ausbau des Auslandsgeschäfts vollzieht sich bei dem DAX-Konzern auch ein personeller Wechsel im Kontrollgremium. Wie Siemens Energy mitteilte, scheidet Matthias Rebellius zum 30. September 2026 auf eigenen Wunsch vorzeitig aus dem Aufsichtsrat aus.
Das Amtsgericht München bestellte Pekka Lundmark mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 zu seinem Nachfolger. Die formale Wahl durch die Aktionäre soll auf der ordentlichen Hauptversammlung am 25. Februar 2027 erfolgen.
Zudem lockern sich die gesellschaftsrechtlichen Bande zur ehemaligen Muttergesellschaft weiter. Die Siemens AG unterschritt über die Siemens Beteiligungen Inland GmbH die Meldeschwelle von 5 Prozent. Nach Vollzug der Transaktion verbleiben dem Münchner Technologiekonzern 4,98 Prozent beziehungsweise 42.896.843 Stimmrechte an Siemens Energy.
Die Veröffentlichung der entsprechenden Stimmrechtsmitteilung erfolgte am Donnerstag. Flankierend dazu läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro und einer Obergrenze von 50.000.000 Stückaktien, dessen Laufzeit längstens bis zum 31. März 2027 datiert ist.
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