Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seinen zweitägigen China-Besuch am Donnerstag mit Unternehmensbesuchen in der Hightech-Metropole Hangzhou abgeschlossen – darunter eine Produktionsstätte von Siemens Energy. Der Kanzler besichtigte dort Hochspannungsschaltanlagen, bevor er mit „tiefen Eindrücken“ die Heimreise antrat.
Der Besuch zeigt die strategische Bedeutung, die Siemens Energy dem chinesischen Markt beimisst. Während Merz von einer „guten Kooperation“ mit China sprach, nannte er gleichzeitig „einige Herausforderungen“ – insbesondere die Überkapazitäten der chinesischen Industrie, die für deutsche Unternehmen zum Problem werden könnten.
Hauptversammlung rückt in den Fokus
Parallel zum China-Besuch des Kanzlers findet heute die ordentliche Hauptversammlung von Siemens Energy in Berlin statt. Seit 10:00 Uhr gibt der Konzern seinen Aktionären in einer Präsenzveranstaltung Auskunft, die auch online übertragen wird.
Mit besonderer Spannung werden detaillierte Einblicke in die Fortschritte der Windkrafttochter Siemens Gamesa erwartet. Nach Forderungen eines aktivistischen Aktionärs im Dezember nach einer möglichen Ausgliederung dürfte dies zu den zentralen Diskussionspunkten gehören. Allerdings warnte Ingo Speich von Deka Investment bereits im Vorfeld deutlich: „Gamesa zum jetzigen Zeitpunkt zu veräußern, käme einem Verkauf unter Wert gleich. Verschleudert Gamesa nicht.“
Neben der strategischen Zukunft von Siemens Gamesa stehen klassische Aktionärsthemen auf der Agenda. Die Anteilseigner müssen über den Dividendenvorschlag von 0,70 Euro je Aktie abstimmen. Außerdem stehen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie ein Beschluss über die künftige Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an.
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Konkurrent meldet starke Zahlen
Während Siemens Energy seine Hauptversammlung abhält, legte der französische Konkurrent Schneider Electric heute beeindruckende Geschäftszahlen vor. Das Unternehmen knackte 2025 erstmals die 40-Milliarden-Euro-Marke beim Umsatz – ein Wachstum von 5,2 Prozent. Währungsbereinigt betrug das Plus knapp neun Prozent.
Treiber war die sprunghafte Nachfrage nach Rechenzentren im vierten Quartal. Schneider Electric sitzt auf einem Auftragsbestand von 25,4 Milliarden Euro, was einem Plus von 18 Prozent entspricht. Für 2026 prognostiziert der Konzern ein Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent.
Die Schneider Electric-Aktie reagierte positiv und gewann zeitweise 2,83 Prozent auf 272,45 Euro. Auch Siemens Energy hatte zuletzt von der hohen Stromnachfrage profitiert und geht davon aus, dass der Rechenzentren-Boom weiter anhalten wird. Die Siemens Energy-Aktie notiert am Donnerstag im XETRA-Handel zeitweise bei 169,65 Euro – nur knapp unter ihrem erst gestern erreichten Allzeithoch von 171,65 Euro.
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