Zwei Tage vor den Quartalszahlen schafft der Münchner Energietechnikkonzern Fakten. Mit einer Investition von einer Milliarde US-Dollar in den amerikanischen Markt zielt Siemens Energy direkt auf den boomenden Energiehunger durch KI-Rechenzentren ab. Diese strategische Weichenstellung könnte der perfekte Vorbote für die Bilanzvorlage am Mittwoch sein.
Das Wichtigste im Überblick:
* Investition: 1 Milliarde US-Dollar für US-Expansion
* Termin: Quartalszahlen am Mittwoch, 11. Februar
* Erwartung: Verdopplung des operativen Ergebnisses prognostiziert
* Treiber: Massiver Strombedarf durch KI-Rechenzentren
Wette auf den US-Stromhunger
Das Timing der Ankündigung ist kaum zufällig gewählt. Kurz vor der Offenlegung der Bücher stärkt das Management das Vertrauen in die langfristige Wachstumsstory. Die angekündigte Milliarde fließt in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Netzinfrastruktur und Gasturbinen. Herzstück der Pläne ist eine neue Fabrik für Hochspannungs-Schaltanlagen in Mississippi, die 2028 fertiggestellt sein soll.
Treibende Kraft hinter dieser Expansion ist der explodierende Energiebedarf durch Künstliche Intelligenz. Regierungsberichte prognostizieren, dass Rechenzentren in zwei Jahren bereits zwölf Prozent der US-Netzkapazität beanspruchen könnten – eine Verdreifachung gegenüber 2024. Siemens Energy positioniert sich hier aggressiv und verweist auf Reservierungsvereinbarungen für rund 20 Gigawatt Erzeugungskapazität allein in diesem Sektor.
Analysten erwarten Gewinnsprung
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den kommenden Mittwoch. Wenn das Unternehmen am 11. Februar die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 vorlegt, liegt die Messlatte hoch. Der Marktkonsens rechnet mit einem Umsatzanstieg auf knapp 9,9 Milliarden Euro gegenüber 8,9 Milliarden Euro im Vorjahr.
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Noch entscheidender ist die Profitabilität. Analysten erwarten, dass sich das operative Ergebnis vor Sondereffekten von 481 Millionen auf 978 Millionen Euro mehr als verdoppelt hat. Eine solche Entwicklung würde bestätigen, dass der Konzern die operativen Hausaufgaben macht und die Margen expansionieren.
Sorgenkind Gamesa unter Beobachtung
Trotz der Euphorie um das US-Geschäft bleibt die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa der entscheidende Faktor für die langfristige Stabilität. Investoren werden genau prüfen, ob der angekündigte lineare Erholungspfad eingehalten wird. Das Ziel des Managements ist eindeutig: Im vierten Quartal soll die Gewinnschwelle erreicht werden.
Mit der US-Expansion untermauert Siemens Energy seine Wachstumsambitionen deutlich. Sollten am Mittwoch neben dem rekordverdächtigen Auftragsbestand von 138 Milliarden Euro auch die Margenfortschritte bei der Windkraft bestätigt werden, wäre die Basis für die Jahresprognose von 3 bis 4 Milliarden Euro Nachsteuergewinn solide gelegt.
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