Siemens Energy Aktie: Zahlen-Countdown im Mai

Siemens hat seinen Anteil an Siemens Energy auf 5,54 Prozent abgebaut — von einst über 35 Prozent bei der Abspaltung 2020. Die Entflechtung ist damit weitgehend abgeschlossen. Was jetzt zählt, sind die Q2-Zahlen am 12. Mai.
Siemens zieht sich zurück, der Freefloat wächst
Über fällig gewordene Termingeschäfte reduzierte die Siemens AG ihren Anteil von knapp 15 auf 5,54 Prozent. Das Transaktionsvolumen belief sich auf rund 3,8 Milliarden Euro. Der Streubesitz wächst damit erheblich — was die Handelsliquidität des DAX-Titels spürbar stärken dürfte.
BlackRock justierte seinen Anteil kurz vor Ostern auf 7,77 Prozent. Damit ist der US-Vermögensverwalter nun der bedeutendste externe Großaktionär.
Parallel kauft Siemens Energy eigene Aktien zurück. Das Programm hat ein Gesamtvolumen von bis zu 6 Milliarden Euro bis Ende 2028. Die erste Tranche von 2 Milliarden Euro läuft bis September 2026. Bislang erwarb das Unternehmen rund 5,85 Millionen eigene Papiere.
Starkes Q1, aber das zweite Halbjahr bremst
Die Fundamentaldaten stützen das aktuelle Kursniveau. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Siemens Energy einen Profit von 1.007 Millionen Euro — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal mit 463 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,23 auf 0,79 Euro.
Der Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von 146 Milliarden Euro. Neuaufträge legten um 33 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro zu. Gasturbinen-Kapazitäten sind bis 2028 ausgebucht, erste Buchungen für 2030 liegen vor.
Das Management bestätigte die Jahresziele: Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent, eine Marge von 9 bis 11 Prozent und ein Nettogewinn zwischen 3 und 4 Milliarden Euro. Für das zweite Halbjahr erwartet das Unternehmen allerdings eine Abschwächung — verursacht durch die Zeitplanung bei Slot-Reservierungsvereinbarungen, nicht durch nachlassende Nachfrage.
Gamesa und Geopolitik als Restrisiken
Windkrafttochter Siemens Gamesa bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Das erste Halbjahr wird negativ erwartet, das zweite positiv — der Gesamtjahres-Breakeven ist das erklärte Ziel.
Geopolitisch kommt Druck aus dem Nahen Osten. Die Region stand 2025 für rund 35 Prozent des Gasturbinen-Auftragsvolumens. Das gesamte Engagement in Nahost und Afrika beziffert Siemens Energy auf 9 Milliarden Euro — 15 Prozent des Gesamtvolumens.
Am 12. Mai werden die Q2-Zahlen veröffentlicht. Analysten schauen vor allem auf zwei Kennzahlen: die Marge bei Gamesa und den Free Cashflow. JPMorgan hält am Kursziel von 200 Euro fest. RBC Capital sieht 185 Euro als Ziel — was einem neuen Allzeithoch entspräche. Bernstein sieht bei 150 Euro kaum Spielraum, die DZ Bank setzt den fairen Wert bei 128 Euro an. Die Spanne von 72 Euro zwischen den Extremen zeigt, wie viel von den Mai-Zahlen abhängt.
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