Siemens Energy: Auftragseingang um 30 Prozent gestiegen
Starke Aufträge durch KI-Boom und erneuerbare Energien beflügeln Siemens Energy. Die Windtochter Gamesa reduziert zudem ihre Verluste deutlich.

Kurz zusammengefasst
- Grid Technologies profitiert von KI-Boom
- Gamesa verkleinert operativen Verlust massiv
- Freier Cashflow von acht Milliarden Euro erwartet
- Aktienrückkaufprogramm bis 2028 geplant
Künstliche Intelligenz braucht Strom, die Energiewende braucht Netze. Siemens Energy profitiert von beiden Megatrends und gehört derzeit zu den stärksten Werten im DAX. Am Mittwoch kletterte die Aktie auf gut 185 Euro. Damit rückt das 52-Wochen-Hoch von 188 Euro in greifbare Nähe. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als die Hälfte an Wert gewonnen. Die Distanz zur langfristigen 200-Tage-Linie beträgt mittlerweile komfortable 46 Prozent.
KI-Boom füllt die Auftragsbücher
Ein wesentlicher Treiber der aktuellen Bewertung ist das Geschäftsfeld Grid Technologies. Die Sparte profitiert massiv vom rasant steigenden Energiebedarf durch neue KI-Rechenzentren. Parallel dazu treibt der globale Ausbau erneuerbarer Energien die Nachfrage. Im zweiten Quartal kletterte der Auftragseingang um fast 30 Prozent auf rund 17,7 Milliarden Euro.
Das Management hat die Prognosen für dieses Kernsegment bereits spürbar angehoben. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand nun ein Umsatzwachstum von mindestens 25 Prozent an. Die bereinigte operative Marge soll dabei zwischen 18 und 20 Prozent liegen. Siemens Energy positioniert sich zunehmend als unverzichtbarer Ausrüster der globalen Daten- und Energieinfrastruktur.
Gamesa stoppt den Absturz
Während das Netzgeschäft Rekorde feiert, stabilisiert sich das langjährige Sorgenkind. Die Windkrafttochter Siemens Gamesa reduzierte ihren operativen Verlust im zweiten Quartal auf 44 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein massives Minus von knapp einer Viertelmilliarde Euro in den Büchern. Das Erreichen der operativen Gewinnschwelle bleibt das erklärte Ziel für die kommenden Monate.
Diese finanzielle Erholung schlägt voll auf die Liquidität durch. Das Unternehmen erwartet für 2026 einen freien Cashflow von rund acht Milliarden Euro — eine massive Erhöhung der ursprünglichen Prognose.
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Dieser Mittelzufluss bildet das Fundament für geplante Kapitalmaßnahmen. Bis Ende 2028 strebt Siemens Energy ein umfassendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu sechs Milliarden Euro an.
Blick auf den Halbjahresbericht
Das Marktumfeld reagiert optimistisch auf die operative Transformation. Die Analysten von JPMorgan raten zum Kauf und hoben ihr Kursziel auf 200 Euro an. Im Konsens erwarten Experten für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn von 4,14 Euro je Aktie.
Am 12. Mai legt der Konzern seinen vollständigen Halbjahresbericht vor. Bestätigen die Zahlen die hohen Erwartungen beim Auftragseingang und der Margenentwicklung, rückt ein Ausbruch über das bisherige Rekordhoch näher. Neben den fundamentalen Daten stützt die Aussicht auf eine diesjährige Dividende die Papiere ab.
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