Siemens Energy: Deutsche Bank hebt auf 195 Euro
Siemens Energy meldet historischen Auftragseingang von 17,75 Milliarden Euro und hebt die Jahresziele deutlich an. Analysten reagieren positiv.

Kurz zusammengefasst
- Auftragseingang übertrifft Analystenerwartungen
- Jahresprognose für Umsatz und Marge angehoben
- Gamesa-Verlust schrumpft deutlich
- Aktie markiert neues Allzeithoch
398 Nettobestellungen in einem Quartal? Nein — aber 17,75 Milliarden Euro Auftragseingang in drei Monaten. Siemens Energy liefert im zweiten Quartal 2026 einen historischen Wert, hebt die Jahresprognose deutlich an und markiert ein neues Allzeithoch. Beim Umsatz und Nettogewinn allerdings bleibt der Konzern hinter den Erwartungen zurück.
Auftragsbücher auf Rekordniveau
Der Auftragseingang stieg auf vergleichbarer Basis um fast 30 Prozent auf 17,75 Milliarden Euro — Analysten hatten lediglich 16,6 Milliarden erwartet. Treiber waren vor allem Grid Technologies und die Gas-Sparte, die um 41 beziehungsweise 32 Prozent zulegten. Hinter dem Boom steckt eine strukturelle Nachfrage: KI-Rechenzentren verschlingen enorme Mengen Strom, und der Ausbau der Energieinfrastruktur kommt kaum hinterher.
Der Umsatz stieg zwar um knapp zehn Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, blieb damit aber mehr als eine halbe Milliarde unter den Analystenerwartungen. Der Nettogewinn von 835 Millionen Euro verfehlte den Konsens von über 900 Millionen Euro. Positiv stach der Free Cashflow vor Steuern heraus: Er kletterte von 1,39 auf 1,975 Milliarden Euro.
Jahresausblick kräftig nach oben revidiert
Trotz der gemischten Quartalszahlen zieht der Konzern die Latte für das Gesamtjahr 2026 spürbar höher. Das vergleichbare Umsatzwachstum soll nun 14 bis 16 Prozent erreichen, nach zuvor 11 bis 13 Prozent. Die Ergebnismarge vor Sondereffekten wird mit 10 bis 12 Prozent angepeilt, ein Prozentpunkt mehr als bisher.
Besonders auffällig ist die Cashflow-Prognose. Der Free Cashflow vor Steuern soll nun rund 8 Milliarden Euro erreichen — gegenüber dem bisherigen Ziel von 4 bis 5 Milliarden eine massive Anhebung. Grid Technologies peilt ein Umsatzwachstum von 25 bis 27 Prozent und eine Marge von 18 bis 20 Prozent an.
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Gamesa dreht sich, Deutsche Bank erhöht Kursziel
Beim langjährigen Problemkind Siemens Gamesa schrumpfte der Verlust vor Sondereffekten auf 44 Millionen Euro, nach 249 Millionen im Vorjahreszeitraum — besser als der Analystenkonsens von minus 74 Millionen. Die Windkrafttochter erwartet nun ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und hält am Ziel fest, operativ die Gewinnschwelle zu erreichen.
Die Deutsche Bank reagierte prompt: Sie hob das Kursziel von 180 auf 195 Euro an und bestätigte die Einstufung „Buy“. Das verfehlte Quartalsergebnis werde durch die deutlich angehobenen Jahresschätzungen mehr als ausgeglichen — was eine noch stärkere zweite Jahreshälfte impliziere als bisher erwartet.
Die Aktie erreichte am Freitag ein Allzeithoch von 191,66 Euro, bevor sie einen Teil der Gewinne wieder abgab. Mit einem Börsenwert von rund 158 Milliarden Euro hat Siemens Energy die Allianz überholt und ist zum drittteuersten deutschen Unternehmen aufgestiegen. Die vollständige Ergebnismitteilung folgt am 12. Mai 2026.
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