Siemens Energy: Gewinn springt auf 0,89 Euro je Aktie
Siemens Energy überzeugt mit starkem Gewinnwachstum und vollem Auftragsbuch. Analysten heben Kursziele an, während die Windtochter Gamesa die größte Herausforderung bleibt.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz und Gewinn legen deutlich zu
- Auftragsbestand erreicht 154 Milliarden Euro
- Analysten erhöhen Kursziele auf bis zu 225 Euro
- Windkrafttochter Gamesa bleibt Risikofaktor
Starke Zahlen, volle Auftragsbücher, höhere Kursziele: Siemens Energy liefert derzeit genau die Mischung, die den Markt bei Industrietiteln elektrisiert. Der Energietechnikkonzern profitiert vom Ausbau der Stromnetze und vom Geschäft mit Gasturbinen. Der Knackpunkt bleibt Siemens Gamesa.
Die Aktie schloss am Montag bei 170,64 Euro und liegt seit Jahresanfang 38,96 Prozent im Plus. Zum Jahreshoch fehlen noch 9,23 Prozent.
Gewinnsprung stärkt die Story
Im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz auf 10,29 Milliarden Euro. Das Plus zum Vorjahr lag bei 3,33 Prozent. Damit wächst Siemens Energy weiter, wenn auch nicht spektakulär.
Wichtiger war der Gewinnsprung. Das verwässerte Ergebnis je Aktie kletterte auf 0,89 Euro, nach 0,50 Euro im Vorjahr. Der Nettogewinn erreichte 835 Millionen Euro.
Der starke Auftragseingang ist der zweite Treiber. Der Auftragsbestand liegt bei 154 Milliarden Euro, die Book-to-Bill-Ratio bei 1,72. Siemens Energy verkauft also deutlich mehr, als der Konzern aktuell umsetzt.
Vor allem Netztechnik und Gasturbinen tragen. Beide Bereiche profitieren von Investitionen in Strominfrastruktur und gesicherte Kraftwerksleistung. Das macht die Erholung breiter als noch vor einigen Quartalen.
Analysten ziehen nach
Jefferies hat das Kursziel deutlich angehoben. Die Bank sieht nun 215 Euro je Aktie, nach zuvor 164 Euro. Analyst Lucas Ferhani verweist auf starke Auftragseingänge und bessere Signale bei Siemens Gamesa.
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Andere Häuser liegen ebenfalls hoch:
- JPMorgan: Kursziel 225 Euro
- Goldman Sachs: Kursziel 212 Euro
- Deutsche Bank: Kursziel 200 Euro
- Bank of America: Kurspotenzial von bis zu 50 Prozent
Das erklärt, warum die Bewertung stärker beachtet wird. Mit rund 144,34 Milliarden Euro Börsenwert zählt Siemens Energy inzwischen zu den größten DAX-Werten. Die Aktie hat damit viel Vorschussvertrauen eingepreist.
Gamesa bleibt der Prüfstein
Die operative Richtung stimmt. Netzgeschäft und Gasturbinen liefern Stabilität, während die Windkrafttochter Siemens Gamesa aus der Verlustzone geführt werden soll. Erste Besserungszeichen reichen aber noch nicht für Entwarnung.
Gerade dort entscheidet sich, wie stark die Margen mittelfristig steigen können. Die Talsohle könnte erreicht sein. Belegt wird das erst, wenn weniger Sonderlasten und stabilere Projekte sichtbar werden.
Für 2026 stellen Analysten eine Dividende von 1,83 Euro je Aktie in Aussicht. Im Vorjahr lag sie bei 0,70 Euro. Das wäre ein klares Signal, falls die operative Erholung anhält.
Der nächste konkrete Prüfpunkt ist der 5. August mit den Zahlen zum dritten Quartal. Dann zählt vor allem, ob Auftragseingang und Gamesa-Erholung die hohe Bewertung weiter tragen.
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