Siemens Energy: Q2-Zahlen am 12. Mai
Siemens Energy treibt Aktienrückkäufe voran und verzeichnet Kursgewinne, während die Windkraftsparte Gamesa weiterhin auf die angekündigte operative Gewinnschwelle zusteuert.

Kurz zusammengefasst
- Aktienrückkaufprogramm mit Tempo umgesetzt
- Windsparte Gamesa noch nicht profitabel
- Gasturbinen-Kapazität langfristig ausgebucht
- Hedgefonds fordert strategische Überprüfung
Nahe am Allzeithoch, mit einem laufenden Milliarden-Rückkaufprogramm und einem Kerngeschäft auf Hochtouren — Siemens Energy präsentiert sich derzeit von seiner stärksten Seite. Der eigentliche Test steht jedoch noch aus.
Rückkaufprogramm zieht Tempo an
Zwischen dem 13. und 19. April kaufte Siemens Energy gut eine Million eigene Aktien zurück. Seit Programmstart am 4. März summiert sich der Rückkauf auf rund 9,5 Millionen Aktien. Das Gesamtprogramm sieht Rückkäufe von bis zu 6 Milliarden Euro bis Ende 2028 vor. Die laufende erste Tranche ist auf bis zu 2 Milliarden Euro angelegt.
Die Aktie notiert bei 168 Euro — nur knapp unter dem Allzeithoch von 170,86 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 37 Prozent zugelegt. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von über 160 Prozent.
Gamesa: Breakeven versprochen, noch nicht geliefert
Das zentrale Risiko bleibt die Windkraftsparte Siemens Gamesa. Der operative Verlust schrumpfte zuletzt auf 46 Millionen Euro — nach einem Jahresverlust von 1,36 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025. Das ist Fortschritt, aber noch kein Durchbruch.
Die Unternehmensvorgabe lautet: erstes Halbjahr negativ, zweites Halbjahr positiv, Breakeven fürs Gesamtjahr. An dieser Trajektorie hat sich laut Management nichts geändert.
Aktivistischer Gegenwind kommt vom Hedgefonds Ananym Capital. Er fordert eine strategische Überprüfung von Gamesa — bis hin zu einem möglichen Spin-off. Ananym argumentiert, die Windsparte würde als eigenständiges Unternehmen binnen zwei Jahren eine Bewertung von rund 10 Milliarden Euro erreichen. Institutionelle Großaktionäre wie DWS, Deka Investment und Union Investment haben sich laut Reuters gegen eine sofortige Trennung positioniert und stützen den laufenden Stabilisierungsplan.
Gasturbinen ausgebucht, Lieferkette unter Druck
Abseits der Gamesa-Debatte läuft das Kerngeschäft strukturell stark. Die Gasturbinen-Kapazität ist bis Geschäftsjahr 2028 ausgebucht. Das Geschäftsjahr 2029 füllt sich laut Unternehmensangaben „sehr schnell“. Den wichtigsten Engpass sieht Siemens Energy in der Lieferkette für Schaufeln und Leitschaufeln — ein branchenweites Problem, kein hausgemachtes.
Für 2026 plant der Konzern Investitionsausgaben von rund 2,5 Milliarden Euro. Das Umsatzwachstum soll zwischen 11 und 13 Prozent liegen, die Gewinnmarge vor Sondereffekten zwischen 9 und 11 Prozent.
Am 12. Mai veröffentlicht Siemens Energy die Q2-Zahlen. Zwei Kennzahlen werden den Ton setzen: die Margenentwicklung bei Gamesa und der Free Cashflow. Hält die Breakeven-Kurve, dürfte der Druck von Ananym Capital vorerst abebben. Verfehlt Gamesa die Vorgabe, gewinnt die Spin-off-Debatte an Schärfe.
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