Siemens Healthineers: Abstimmung Februar 2027 geplant
Siemens treibt die Abspaltung von Healthineers voran, während operative Probleme wie China-Schwäche und US-Zölle den Aktienkurs belasten.

Kurz zusammengefasst
- Abstimmung über Healthineers-Trennung im Februar 2027
- Moody's vergibt Bonitätsnote A3 für Healthineers
- Umsatzwachstum im ersten Quartal, Gewinnrückgang
- Aktie fällt seit Jahresbeginn um knapp 20 Prozent
Auf dem Papier nimmt die Unabhängigkeit von Siemens Healthineers klare Konturen an. Im operativen Tagesgeschäft kämpft der Medizintechnikkonzern indes mit heftigem Gegenwind. Ein schwaches China-Geschäft und drohende Zölle drücken die Stimmung. Kein Wunder, dass Anleger im Vorfeld der kommenden Quartalszahlen nervös reagieren.
Fahrplan für die Trennung steht
Siemens plant die direkte Abspaltung seiner Medizintechnik-Tochter. Auf der ordentlichen Hauptversammlung im Februar 2027 sollen die Aktionäre über den Schritt abstimmen. Geplant ist, zunächst 30 Prozent der Healthineers-Anteile nach dem Umwandlungsgesetz an die Anteilseigner der Muttergesellschaft zu übertragen. Mittelfristig will der Siemens-Konzern seine Beteiligung auf unter 20 Prozent reduzieren.
Ein wichtiger Baustein für den Alleingang liegt bereits vor. Die Ratingagentur Moody’s vergab kürzlich die Bonitätsnote „A3“. Diese Investment-Grade-Einstufung erleichtert künftige Refinanzierungen ohne die Rückendeckung aus München. Offen ist allerdings noch die steuerliche Behandlung. Der Mutterkonzern geht davon aus, dass die Einbuchung der neuen Aktien in die Depots der Anleger steuerfrei erfolgen kann – die finale regulatorische Bestätigung steht noch aus.
Operativer Gegenwind drückt den Kurs
Parallel zum Strukturumbau belasten handfeste Probleme das operative Geschäft. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz zwar leicht, das bereinigte Ergebnis je Aktie sank jedoch um drei Prozent. Besonders die Diagnostiksparte schwächelt. Sie schrumpfte zuletzt spürbar, was das Management primär auf anhaltende Schwierigkeiten im chinesischen Markt zurückführt.
Für das laufende Jahr stapeln sich die Belastungsfaktoren. Das Unternehmen rechnet mit negativen Effekten durch US-Zölle in Höhe von bis zu 500 Millionen Euro. Ein starker Euro verschärft die Lage zusätzlich und kostet den Konzern schätzungsweise weitere 200 bis 250 Millionen Euro beim operativen Ergebnis.
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Diese Gemengelage hinterlässt tiefe Spuren im Chart. Die Aktie rutschte seit Jahresbeginn um knapp 20 Prozent ab und notiert aktuell bei 35,75 Euro. Damit bewegt sich das Papier nur hauchdünn über dem jüngsten Jahrestief. Ein RSI-Wert von 25,5 signalisiert obendrein eine massiv überverkaufte Situation.
Q2-Zahlen als nächster Prüfstein
Der nächste Härtetest folgt am 7. Mai mit den Ergebnissen für das zweite Quartal. Analysten gehen von einem stagnierenden Umsatz im Bereich von knapp sechs Milliarden Euro aus. Beim Gewinn rechnen Marktbeobachter mit einem Rückgang auf 0,51 Euro je Aktie.
Das Management hat bereits signalisiert, dass das Umsatzwachstum im zweiten Quartal unterhalb der anvisierten Spanne bleiben dürfte. Am Berichtstag wird der Fokus daher stark auf der Margenentwicklung im Imaging-Bereich liegen. Ohne erste Signale einer Stabilisierung im chinesischen Diagnostikgeschäft droht der Aktie ein rascher Test der bisherigen Tiefststände.
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