Siemens Healthineers Aktie: 22 Prozent Minus seit Jahresbeginn
Trotz FDA-Zulassungen und KI-Neuheit leidet Siemens Healthineers unter schwachem Diagnostikgeschäft und Kursverlust.

Kurz zusammengefasst
- FDA genehmigt sechs neue Angiographie-Systeme
- KI-Software für Herzkatheter-Eingriffe vorgestellt
- Umsatzprognose wegen Diagnostik-Schwäche gesenkt
- Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
Auf dem Papier liefert Siemens Healthineers ab. Der Medizintechnik-Konzern sichert sich wichtige FDA-Zulassungen und präsentiert in Paris eine Branchenpremiere. An der Börse sieht die Realität anders aus. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 22 Prozent an Wert verloren.
KI und CT-Bilder im Herzkatheterlabor
Auf der Fachmesse EuroPCR in Paris zeigte das Unternehmen eine neue Lösung für minimal-invasive Herzeingriffe. Die Software kombiniert das Syngo.CT Coronary Cockpit mit Syngo PCI Connect. Ärzte übertragen damit präoperative CT-Bilder direkt in das Herzkatheterlabor. Das System richtet Bildgebung und Operationsgeräte in Echtzeit aufeinander aus.
Parallel dazu gab die US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht für sechs neue Angiographie-Systeme der Artis-Reihe. Diese nutzen die neue Optiq-AI-Bildgebungskette. Eine Künstliche Intelligenz reduziert dabei das Bildrauschen während der Eingriffe. Das sorgt für schärfere Aufnahmen bei Fluoroskopie und Angiographie.
Diagnostik bremst das Wachstum
Diese technologischen Fortschritte im starken Imaging-Segment sind dringend nötig. Im vergangenen Quartal wuchs dieser Bereich beim Umsatz um mehr als sechs Prozent. Das Diagnostikgeschäft schwächelt indes massiv. Strukturelle Probleme in China und die hohe Inflation belasten den Konzern.
Die Folge: Anfang Mai senkte der Vorstand die Jahresprognose. Das erwartete Umsatzwachstum liegt nur noch zwischen 4,5 und 5,0 Prozent. Im zweiten Quartal sank das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 0,53 Euro.
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Auch die Verschuldung steigt. Ende März standen 13,2 Milliarden Euro an Nettoverbindlichkeiten in den Büchern. Das entspricht dem 3,1-fachen des operativen Ergebnisses. Die Ratingagentur Moody’s belässt die Bonität dennoch auf der soliden Stufe A3.
Die Aktie sucht einen Boden
An der Börse verarbeiten Anleger diesen fundamentalen Rückschlag weiterhin. Am Freitag schloss das Papier bei 34,51 Euro leicht im Minus. Mitte Mai hatte der Kurs bei 33,34 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt aktuell rund 19 Prozent.
Ein nachhaltiger Ausbruch aus diesem Abwärtstrend erfordert mehr als Produktpremieren. Erst eine messbare Stabilisierung im Diagnostikgeschäft liefert den fundamentalen Hebel für eine Kurserholung.
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