Siemens Healthineers Aktie: 24,10 Prozent Minus seit Jahresbeginn
Die Diagnostik-Sparte belastet Siemens Healthineers weiter. Mehrere Analysten haben ihre Kursziele gesenkt, der Aktienkurs bleibt nahe dem Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- JPMorgan und Bernstein kürzen Kursziele
- Diagnostik-Sparte bleibt größte Belastung
- Aktie verliert seit Jahresbeginn 24 Prozent
- Kurs notiert nahe dem Jahrestief
Stabile Teile des Kerngeschäfts reichen Siemens Healthineers gerade nicht. Nach den jüngsten Zahlen dominiert ein anderes Thema: Die Diagnostik-Sparte bleibt ein Bremsklotz, und mehrere Analysten kürzen ihre Erwartungen. Der Kurs hängt nahe am Tief, obwohl einige Häuser formal optimistisch bleiben.
Analysten kürzen Kursziele
JPMorgan bleibt bei „Overweight“, senkt das Kursziel aber von 61,30 auf 55,80 Euro. Analyst David Adlington wertet das Kerngeschäft im jüngsten Quartal als insgesamt solide. Der Knackpunkt bleibt die Diagnostik, in der Restrukturierungen und schwache Ergebnisse seit längerem auf die Stimmung drücken.
Seine zentrale These fällt dennoch nicht negativ aus: Die Phase, in der diese Sparte den Konzern belastet, könnte sich dem Ende nähern. Das passt zum angestrebten strategischen Rückzug aus schwächeren Diagnostik-Bereichen. Der Markt will hier aber mehr sehen als Absichtserklärungen.
Bernstein zeichnet ein vorsichtigeres Bild. Susannah Ludwig kürzte ihr Kursziel von 52,15 auf 45,70 Euro und blieb dennoch bei „Outperform“. Ausschlaggebend waren Quartalszahlen unter den Markterwartungen und ein eingetrübter Ausblick, weshalb sie ihre Ergebnisprognosen für die kommenden beiden Geschäftsjahre reduzierte.
Kurs bleibt nahe am Tief
Am Dienstag notiert die Aktie bei 33,73 Euro und damit praktisch unverändert zum Vortag. Der kurzfristige Blick täuscht jedoch: In sieben Tagen verlor das Papier 4,34 Prozent, seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 24,10 Prozent.
Damit ist die Stabilisierung bisher eher eine Pause im Abwärtstrend als eine klare Trendwende. Der Verkaufsdruck sitzt tief, weil die Gewinnschätzungen nun nach unten wandern und die Diagnostik-Frage weiterhin offen ist.
Technisch bleibt das Bild angespannt. Der Kurs liegt nur 0,69 Prozent über dem Jahrestief von 33,50 Euro und rund 9,63 Prozent unter dem kurzfristigen Durchschnitt. Das zeigt, wie wenig Erholungskraft die Aktie zuletzt aufgebaut hat.
Diagnostik entscheidet über Vertrauen
Goldman Sachs hatte das Kursziel zuletzt ebenfalls gesenkt, sieht mit 42 Euro aber weiter Abstand zum aktuellen Kursniveau. Genau hier liegt der Konflikt: Die Bewertungsmodelle vieler Analysten lassen noch Potenzial erkennen, der Markt handelt aber derzeit die operative Unsicherheit.
Operativ setzt Siemens Healthineers in der Diagnostik auch auf Effizienzmaßnahmen. Neue robotergestützte Systeme in der Verpackung sollen manuelle Prozesse ersetzen und Verpackungen umweltfreundlicher machen. Solche Schritte können helfen, Margen zu stabilisieren. Sie lösen das strategische Problem der Sparte aber nicht allein.
Die nächsten Impulse dürften aus klareren Aussagen zum Diagnostik-Exit und aus der Umsetzung der Effizienzmaßnahmen kommen. Solange dieser Bereich die Ergebnisqualität belastet, dürften gute Perspektiven in Bildgebung und Krebstherapie am Markt nur begrenzt durchdringen.
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