Siemens Healthineers Aktie: 6 Milliarden für Diagnostik-Verkauf
Siemens Healthineers erwägt den Verkauf seiner Diagnostik-Sparte an Finanzinvestoren, um Schulden abzubauen und sich auf die Abspaltung von der Mutter vorzubereiten.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf der schwächelnden Diagnostik-Sparte
- Erlös von rund sechs Milliarden Euro
- Schuldenabbau als zentrales Ziel
- Aktie fällt auf neues Jahrestief
An der Börse fällt die Aktie von Siemens Healthineers auf ein neues Jahrestief. Hinter den Kulissen arbeitet das Management indes an einem radikalen Schnitt. Der Medizintechnikkonzern prüft den Verkauf seiner schwächelnden Diagnostik-Sparte an Private-Equity-Investoren. Dieser Deal könnte rund sechs Milliarden Euro einbringen.
Die Sparte bremst die Konzernentwicklung spürbar. Im ersten Quartal sank der Umsatz in diesem Bereich um rund drei Prozent. Besonders in China bricht die Nachfrage ein. Ein Verkauf würde das Unternehmen operativ entlasten. Das Ziel: ein massiver Schuldenabbau. Aktuell steht der Konzern mit rund 14 Milliarden Euro in der Kreide.
Vorbereitung auf die Unabhängigkeit
Die Pläne passen zur anstehenden Neuaufstellung. Die Muttergesellschaft Siemens AG bereitet die Abspaltung ihrer restlichen Anteile vor. Im Februar 2027 stimmt die Hauptversammlung über diesen Schritt ab. Bis dahin muss Healthineers auf eigenen Beinen stehen.
Ein wichtiger Baustein dafür ist gesichert. Die Ratingagentur Moody’s vergab erstmals die Note A3 mit stabilem Ausblick. Damit erhält das Unternehmen ein solides Investment-Grade-Rating für die künftige Finanzierung am Kapitalmarkt.
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Währungseffekte und Zölle belasten
Neben dem Diagnostik-Geschäft drücken externe Faktoren auf die Bilanz. Der Konzern erwirtschaftet rund 40 Prozent seiner Erlöse in den USA. Die Kosten fallen jedoch überwiegend in Euro an. Diese Struktur macht das Unternehmen anfällig. Währungsschwankungen kosten operativ bis zu 250 Millionen Euro. Mögliche US-Zölle bergen ein weiteres Risiko von einer halben Milliarde Euro.
Anleger reagieren nervös auf diese Mischung aus Schulden und operativen Risiken. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 20 Prozent an Wert. Am Dienstag schloss die Aktie bei 35,43 Euro und markierte damit exakt ihr 52-Wochen-Tief. Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist mittlerweile auf fast 19 Prozent angewachsen.
Fokus auf den 7. Mai
Am 7. Mai präsentiert Siemens Healthineers die Ergebnisse für das zweite Quartal. Investoren erwarten dann konkrete Aussagen zum Stand der Verkaufsgespräche. Das Management hält bislang an seinen Jahreszielen fest. Der Konzern plant ein Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent. Am Ende soll ein bereinigter Gewinn von mindestens 2,20 Euro je Aktie stehen. Angesichts der US-Risiken und der China-Schwäche erfordert dieses Ziel eine starke zweite Jahreshälfte.
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