Während der Aktienkurs von Siemens Healthineers zuletzt deutlich Federn lassen musste, signalisieren Analysten und neue strategische Partnerschaften operatives Potenzial. Mit einem Minus von rund 16 Prozent in den vergangenen 30 Tagen notiert das Papier aktuell bei 43,82 Euro weit unter den Höchstständen. Doch Experten der Bank of America stellen nun ein massives Aufholpotenzial in den Raum.
Kurspotenzial von 38 Prozent?
Trotz der jüngsten Kursschwäche bekräftigte die Bank of America am 15. Januar 2026 ihre Kaufempfehlung. Die Analysten Julien Ouaddour und Anna Ratcliffe sehen das Kursziel weiterhin bei 65 Euro, was vom aktuellen Niveau aus einem theoretischen Aufwärtspotenzial von fast 50 Prozent entspricht.
Als Begründung führen die Experten einen „beispiellosen“ Produktzyklus an. Besonders in den Sparten Advanced Therapies und Photon-Counting-CT sowie bei der Strahlentherapie-Tochter Varian Medical Systems sehen sie Treiber für künftiges Wachstum. Auch der strukturell wachsende Markt für Radiopharmazeutika spiele dem Erlanger Konzern in die Karten.
Unterstützung erhält diese bullishe Sichtweise von der Buy-Side: Kaspar Hållsten, Portfoliomanager bei Rhenman & Partners Asset Management, zählt den Titel zu den attraktivsten Large-Cap-Medizintechnikwerten Europas. Er warnt jedoch, dass 2026 noch als „Übergangsjahr“ zu werten sei und eine spürbare Erholung womöglich erst in der zweiten Jahreshälfte einsetze.
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Neue US-Offensive mit Avanos
Operativ untermauert das Management die Wachstumsambitionen durch eine am 20. Januar verkündete Kooperation mit Avanos Medical. Ziel ist die gemeinsame Weiterentwicklung der ambulanten und interventionellen Schmerztherapie, vorerst mit Fokus auf den wichtigen US-Markt.
Die Details der Kooperation:
- Technologie-Kombination: Mobile C-Arm-Bildgebungssysteme von Siemens (Cios Select/Flow) treffen auf Radiofrequenzablations-Technologie von Avanos.
- Zielgruppe: Ambulante Chirurgiezentren und spezialisierte Schmerzpraxen.
- Strategie: Gemeinsame Schulungs- und Marketinginitiativen zur Marktdurchdringung.
Siemens AG drückt auf den Kurs
Dass sich die guten fundamentalen Aussichten bisher nicht im Kurs widerspiegeln, liegt auch an der Eigentümerstruktur. Die Aktie leidet unter dem sogenannten „Overhang“ durch die Muttergesellschaft Siemens AG. Diese hatte im November 2025 angekündigt, ihren Anteil von ursprünglich rund 67 Prozent weiter zu reduzieren. Zwar drückte ein Teilverkauf den Anteil bereits auf etwa 37 Prozent, doch die Angst vor weiteren Platzierungen bremst die Kauflaune der Anleger. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 57,78 Euro beträgt mittlerweile über 24 Prozent.
Blick auf den 5. Februar
Die nächste wichtige Wegmarke für Anleger ist der 5. Februar 2026. An diesem Tag veröffentlicht der Konzern nicht nur die Zahlen für das erste Quartal, sondern hält auch seine virtuelle Hauptversammlung ab. Investoren werden genau darauf achten, ob das Management die Prognose eines zweistelligen Gewinnwachstums bis 2030 untermauern kann und wie die Restrukturierung der Diagnostik-Sparte voranschreitet. Zudem wird die Dividende von 1,00 Euro je Aktie (Ex-Tag: 6. Februar) im Fokus stehen.
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