Siemens Healthineers Aktie: Diagnostik muss weitere 400 Millionen sparen
Im Geschäftsjahr 2026 erreichte Siemens Healthineers ein vergleichbares Umsatzplus von 4,0 Prozent und eine bereinigte EBIT-Marge von 16,2 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- 400 Millionen Euro Einsparungen angekündigt
- Interessenten für Diagnostiksparte laut Vorstandschef
- Diagnostik soll bis 2028 eigenständig werden
- Deutsche Bank Research bestätigt Hold-Einstufung
Siemens Healthineers hat am Donnerstag für die vor der Abspaltung stehende Diagnostiksparte zusätzliche Einsparungen von 400 Mio. € angekündigt. Medienberichten zufolge nannte Finanzchef Jochen Schmitz das Ziel in einer Analystenkonferenz.
Interessenten für die Diagnostiksparte
Reuters berichtete am Donnerstag, dass Siemens Healthineers seine Diagnostiksparte verkaufen will. Laut Vorstandschef Bernd Montag gibt es bereits Interessenten. Das Unternehmen selbst beschrieb den am Donnerstag eingeleiteten Carve-out als Vorbereitung auf eine eigenständige Organisation.
Das In-vitro-Diagnostikgeschäft soll bis Mitte 2028 organisatorisch eigenständig werden und schrittweise den Namen Olyrian Diagnostics erhalten. Während des Übergangs bleibt es nach Unternehmensangaben Teil von Siemens Healthineers.
Durchwachsenes Schlussquartal im Analystenblick
Im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Siemens Healthineers ein vergleichbares Umsatzwachstum von 5,9 %. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 15,9 %.
Für das gesamte Geschäftsjahr meldete das Unternehmen am Donnerstag ein vergleichbares Umsatzwachstum von 4,0 % und eine bereinigte EBIT-Marge von 16,2 %. Das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 2,42 €.
Deutsche Bank Research beließ die Einstufung am Freitag nach den Jahreszahlen bei „Hold“ und nannte ein Kursziel von 39 €. Analyst Falko Friedrichs bezeichnete das vierte Quartal als durchwachsen und verwies dabei insbesondere auf Precision Therapy.
Als nächster Finanztermin ist die Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2026 am 25. November angekündigt. Für den 10. Dezember steht zudem ein virtueller CEO-Call der Bank of America im Finanzkalender.
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