Siemens Healthineers Aktie: Experten sehen Gewinn je Papier bröckeln
Analysten sehen die gesenkten Jahresziele für 2025/26 in Reichweite, erwarten im Folgejahr jedoch einen leicht niedrigeren bereinigten Gewinn je Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Schlussquartalsumsatz auf 6.744 Millionen Euro geschätzt
- Bereinigtes operatives Ergebnis wächst voraussichtlich um ein Prozent
- Nettogewinn soll um elf Prozent zulegen
- Folgejahresschätzung je Aktie leicht rückläufig
Siemens Healthineers dürfte die zuletzt gesenkten Jahresziele erreicht haben. Der Analystenausblick zum Wochenauftakt enthält allerdings einen Vorbehalt: Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwarten die Experten mehr Umsatz, aber etwas weniger bereinigten Gewinn je Aktie. Die Nachfrage nach Computertomografie und Präzisionstherapien stützt das Geschäft. Die Labordiagnostik bleibt dagegen eine Belastung.
Nachfrage stützt den Jahresabschluss
Für das Schlussquartal 2025/26 liegt die Umsatzschätzung des Analystenkonsenses bei 6.744 Mio. Euro. Das entspräche einem Anstieg von 7% gegenüber dem Vorjahresquartal. Auf vergleichbarer Basis erwarten die Experten ein Wachstum von 5,5%.
Neben der Nachfrage rechnen die Analysten mit Rückenwind durch die Währungen. In den Kerngeschäften halten sie zudem Margenverbesserungen für möglich. Damit stehen den Schwierigkeiten in der Labordiagnostik mehrere stützende Faktoren gegenüber. Entscheidend für die Einordnung des Abschlusses ist deshalb nicht allein das Umsatzwachstum, sondern dessen Umsetzung in Ergebnis.
Beim bereinigten operativen Gewinn erwarten die Analysten für das Schlussquartal 1.108 Mio. Euro. Das wäre lediglich ein Plus von 1%. Die entsprechende Marge soll 16,4% betragen.
Die Schätzungen zeichnen damit ein uneinheitliches Bild: Das Geschäft dürfte deutlich stärker wachsen als das bereinigte operative Ergebnis. Eine Erfüllung der gesenkten Ziele wäre insofern noch kein Beleg für eine durchgreifende Verbesserung der Profitabilität.
Höherer Nettogewinn, schwächeres Ergebnis je Aktie
Den Nettogewinn im Schlussquartal veranschlagen die Analysten auf 653 Mio. Euro, einen Zuwachs von 11%. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie rechnen sie hingegen mit 0,67 Euro.
Nettogewinn und bereinigtes Ergebnis je Aktie sind unterschiedliche Ergebnisgrößen. Ihre Entwicklung sollte deshalb getrennt betrachtet werden. Für Anleger bleibt insbesondere relevant, ob sich mögliche Margenverbesserungen in den Kerngeschäften tatsächlich im bereinigten Ergebnis niederschlagen.
Der Ausblick bleibt verhalten
Für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 erwarten die Analysten einen Umsatz von 23.591 Mio. Euro und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,39 Euro. Für das Folgejahr liegt die Gewinnschätzung je Aktie mit 2,37 Euro etwas niedriger.
Auch auf Jahressicht lautet die zentrale Botschaft somit: Mehr Geschäft bedeutet nach den derzeitigen Erwartungen nicht automatisch mehr Gewinn je Aktie. Die Labordiagnostik bleibt dabei das Gegengewicht zur robusten Nachfrage in den stärkeren Bereichen.
Die Zahlenveröffentlichung wird am 5. November erwartet. Dann rückt neben der Erfüllung der gesenkten Ziele vor allem die Frage in den Mittelpunkt, ob Siemens Healthineers einen überzeugenderen Ergebnisausblick geben kann als bislang im Konsens unterstellt.
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