Siemens Healthineers Aktie: Gewinnprognose auf 2,30 Euro gekürzt
Siemens Healthineers kämpft mit schwachem Diagnostik-Geschäft und gesenkter Prognose. Roadshows in Europa sollen Vertrauen zurückgewinnen.

Kurz zusammengefasst
- Gekappte Jahresprognose belastet Aktie
- Diagnostik-Umsatz schrumpft um 6,5 Prozent
- Kurs nahe 52-Wochen-Tief bei 33,34 Euro
- Analystenziele schwanken zwischen 38 und 56 Euro
Siemens Healthineers steht vor einer intensiven Woche. Das Management tourt durch Europa, um Investoren zu beruhigen. Nach der gekappten Jahresprognose im Mai sitzt der Schock tief. Die Aktie notiert mit 34,51 Euro gefährlich nah am jüngsten Jahrestief.
Zweigeteiltes Geschäft
Auf der dbAccess-Konferenz in Frankfurt und bei Roadshows in Skandinavien muss der Vorstand nun Antworten liefern. Das operative Geschäft zeigt ein extrem gespaltenes Bild. Die Kernsparten für Bildgebung und Strahlentherapie wachsen solide und liefern hohe Margen. Das Diagnostik-Geschäft bricht dagegen ein.
Im letzten Quartal schrumpfte der Diagnostik-Umsatz um 6,5 Prozent. Die Gewinnmarge fiel auf magere 0,9 Prozent. Die starken Segmente konnten diesen Rückschlag nicht ausgleichen. Die Konsequenz: Das Management senkte die Gewinnprognose für 2026 auf maximal 2,30 Euro je Aktie.
Gefährliche Nähe zum Tief
An der Börse spiegelt sich diese Enttäuschung deutlich wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 22 Prozent an Wert verloren. Mit dem aktuellen Kurs trennt die Aktie nicht viel vom 52-Wochen-Tief bei 33,34 Euro.
Eine schnelle Trendwende ist nicht in Sicht. Der Kurs verläuft weit unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Dieser langfristige Indikator liegt aktuell bei knapp 43 Euro.
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Analysten uneins
Marktbeobachter bewerten die Lage extrem unterschiedlich. Die Kursziele reichen von 38 Euro bei der Deutschen Bank bis zu fast 56 Euro bei JPMorgan. Der Marktdurchschnitt liegt bei rund 49 Euro.
Neben den Unternehmensdaten rücken auch globale Konjunkturzahlen in den Fokus. Vor allem der US-PCE-Preisindex am Ende der Woche liefert neue Signale zur Inflation. Für kapitalintensive Medizintechniker sind diese Daten ein entscheidender Faktor bei der Finanzierung neuer Anlagen.
Auf den anstehenden Roadshows muss das Management nun konkrete Lösungen für die Schwäche im chinesischen Markt präsentieren. Ohne ein klares Sanierungskonzept für das Diagnostik-Geschäft droht ein baldiger Test der Unterstützung bei 33,34 Euro. Erst wenn dieser Bereich hält, bietet der überverkaufte Zustand eine technische Basis für eine Erholung.
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