Siemens Healthineers Aktie: Nur vier bis fünf Prozent Wachstum geplant
Für 2026/27 plant Siemens Healthineers geringeres Umsatzwachstum und ein niedrigeres Ergebnis je Aktie als im Vorjahr.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzziel liegt unter Analystenschätzung
- Ergebnis je Aktie soll sinken
- Schlussquartal mit stärkerem Umsatzwachstum
- Labordiagnostik erneut rückläufig
Der Medizintechnikkonzern startet mit gebremstem Schwung ins neue Geschäftsjahr. Die Prognose für 2026/27 fällt bei Umsatz und Gewinn je Aktie schwächer aus, als der Markt erwartet hatte. Dabei lief das vierte Quartal des Vorjahres deutlich besser als die Monate davor.
Prognose unter den Erwartungen
Das vergleichbare Umsatzwachstum soll 2026/27 bei vier bis fünf Prozent liegen, ohne Währungs- und Portfolioeffekte. Analysten hatten mit 5,5 Prozent gerechnet.
Beim bereinigten Ergebnis je Aktie peilt das Management 2,20 bis 2,40 Euro an. Das liegt unter dem Vorjahreswert von 2,42 Euro und teils unter der Konsensschätzung von 2,37 Euro.
Der Ausblick fällt damit erkennbar vorsichtig aus. Ein Gewinnrückgang je Aktie ist im Mittel der Spanne eingeplant.
Starkes Schlussquartal, schwache Labordiagnostik
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchs der vergleichbare Umsatz um vier Prozent auf 23,63 Milliarden Euro, am oberen Ende der Prognose. Nominal blieb nur ein Plus von 1,1 Prozent. Unter dem Strich verdiente der Konzern 2,2 Milliarden Euro, ein Anstieg um 3,5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 2,42 Euro leicht über den Erwartungen.
Im vierten Quartal beschleunigte sich das Geschäft: Der vergleichbare Umsatz stieg um 5,9 Prozent auf knapp 6,8 Milliarden Euro. Die Bildgebung legte zweistellig zu. Das Unternehmen hatte bereits zum dritten Quartal angekündigt, dass sich Umsätze in die letzten drei Monate verschieben würden. Die Sparte Precision Therapy mit dem Krebsspezialisten Varian wuchs um 4,8 Prozent. Die Labordiagnostik verzeichnete dagegen erneut einen Rückgang.
Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von einem Euro je Aktie erhalten.
Aufsichtsrat nimmt Gestalt an
Parallel dazu hat das Kontrollgremium Nachfolger für scheidende Mitglieder benannt. Vorgeschlagen sind DHL-Finanzchefin Melanie Kreis, Charité-Chef Heyo Kroemer, Radiologieprofessor Jonathan Lewin und Pascale Witz, Aufsichtsrätin bei FMC. Siemens-Chef Roland Busch legt sein Mandat wie angekündigt vorzeitig nieder. Ebenfalls aus dem Gremium scheiden Veronika Bienert, Marion Helmes und Karl-Heinz Streibich aus.
Ralf Thomas, der den Aufsichtsrat leitet, und Peter Körte stellen sich bei der Hauptversammlung 2027 zur Wiederwahl. Körte wäre dann der einzige Siemens-Vertreter im Gremium. Seine vorzeitige Wiederwahl soll nach Unternehmensangaben Stabilität sichern, obwohl sein Mandat noch bis 2029 läuft.
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