Kurz vor den Quartalszahlen sendet der Medizintechnikkonzern operative Lebenszeichen. Während der Aktienkurs in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs verharrt, melden die Erlanger wichtige Fortschritte auf dem entscheidenden US-Markt. Können die frischen Produktzulassungen und die bevorstehenden Zahlen dem Titel neuen Schwung verleihen?
- Zulassungserfolg: Grünes Licht der FDA für neue PET/MR- und MRT-Systeme.
- Expansion: Investition von 10 Millionen Euro in neuen irischen F&E-Standort.
- Analysten-Votum: Jefferies und Barclays sehen Kursziele über 60 Euro.
- Katalysator: Quartalszahlen folgen am Donnerstag (5. Februar).
Operative Erfolge in den USA und Europa
Mitten in einer schwierigen Marktphase meldet Siemens Healthineers Fortschritte im Kerngeschäft. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat die Zulassung für das „Biograph One“ PET/MR-System erteilt. Dabei handelt es sich um ein Hybridsystem der zweiten Generation, das die diagnostische Präzision durch die Kombination von Positronen-Emissions-Tomographie und Magnetresonanztomographie verbessern soll. Flankiert wird dies durch die Genehmigung für das „Magnetom Flow“, ein nahezu heliumfreies MRT-System, das auf mehr Nachhaltigkeit und Effizienz im Klinikbetrieb abzielt.
Parallel dazu stärkt der Konzern seine europäische Basis. In Swords, Irland, wurde ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. Die Investitionssumme von über 10 Millionen Euro fließt primär in die Weiterentwicklung der „Atellica“-Analysegeräte. Durch die räumliche Zusammenlegung von Forschung und Produktion sollen Entwicklungszyklen künftig verkürzt werden.
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Diskrepanz zwischen Kurs und Bewertung
Die operativen Meldungen treffen auf ein charttechnisch angeschlagenes Umfeld. Mit einem aktuellen Kurs von 42,34 Euro notiert die Aktie nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 40,85 Euro. Auf Jahressicht summieren sich die Verluste auf über 21 Prozent. Der Markt scheint die technologischen Fortschritte derzeit noch nicht zu honorieren.
Analysten bewerten die Lage jedoch anders und sehen eine deutliche Unterbewertung. Sowohl Jefferies als auch Barclays bestätigten am Montag ihre positiven Einschätzungen mit Kurszielen von 60 respektive 61 Euro. Die Experten von Jefferies argumentieren, dass der aktuelle Börsenwert die mittelfristigen Aussichten des Unternehmens nicht adäquat widerspiegelt. Diese Einschätzung impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Zahlenvorlage als Richtungsweiser
Für Investoren wird der kommende Donnerstag, der 5. Februar 2026, entscheidend. Die Vorlage der Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal muss zeigen, ob sich die jüngsten Zulassungen und Investitionen bereits positiv auf den Ausblick auswirken. Gelingt es dem Management, überzeugende Wachstumsdaten für die einzelnen Segmente zu präsentieren, könnte dies der notwendige Impuls sein, um den Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von derzeit gut 8 Prozent zu verringern und eine Bodenbildung einzuleiten.
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