Siemens Healthineers: Ruhiger Handel
Siemens Healthineers führt schonendere Bluttests für die Neurologie ein. Die Aktie bleibt trotz dieser Innovation im Abwärtstrend.

Kurz zusammengefasst
- Blutbasierte Tests für Hirnforschung
- Weniger invasive Alternative zur Lumbalpunktion
- Fokus auf Alzheimer- und Parkinson-Diagnostik
- Aktie trotz Innovation im Minus
Die Diagnose von neurologischen Erkrankungen galt lange als schmerzhaft und aufwendig. Siemens Healthineers will das nun ändern und bringt blutbasierte Tests für die Hirnforschung auf den Markt. An der Börse verpufft die Innovationskraft des Medizintechnikers allerdings noch. Die Aktie notiert tief im Minus.
Blut statt Lumbalpunktion
Bislang erforderte die Suche nach spezifischen Biomarkern im Gehirn oft eine Lumbalpunktion. Dieser Eingriff zur Entnahme von Nervenwasser ist für Patienten stark belastend. Mit den neu eingeführten automatisierten pTau217- und BDTau-Immunoassays bietet der Konzern nun eine deutlich weniger invasive Methode an. Die blutbasierten Tests sind vorerst für Forschungszwecke bestimmt. Sie zielen darauf ab, die Datenerhebung in diesem komplexen medizinischen Feld massiv zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Milliardenmarkt Alzheimer-Diagnostik
Bluttests zur Erkennung von Demenzformen gelten in der Medizintechnik als einer der wichtigsten Wachstumsbereiche der kommenden Jahre. Sie bilden die Grundlage, um neue Therapien zu entwickeln und Behandlungen künftig stärker zu personalisieren. Mit der Erweiterung des Portfolios in der In-vitro-Diagnostik festigt Siemens Healthineers seine Position in diesem Zukunftsfeld. Langfristig hofft die Branche auf einen flächendeckenden Einsatz zur Früherkennung von Volkskrankheiten wie Alzheimer oder Parkinson.
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Aktie bleibt im Abwärtstrend
Am Kapitalmarkt spiegelt sich diese technologische Perspektive derzeit nicht wider. Die Papiere des Unternehmens gaben im laufenden Jahr bereits gut 15 Prozent nach. Mit einem aktuellen Kurs von 37,73 Euro bewegt sich der Titel spürbar unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Vom erst im März markierten 52-Wochen-Tief trennen die Aktie aktuell weniger als sechs Prozent.
Die Diskrepanz zwischen operativer Innovationskraft und schwacher Börsenbewertung bleibt damit vorerst bestehen. Die neuen Assays stärken das langfristige Profil im Diagnostik-Geschäft spürbar. Um den hartnäckigen Abwärtstrend der Aktie zu brechen, benötigen Investoren in den kommenden Quartalen belastbare Umsatzbeiträge aus diesen neuen Produktlinien.
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