Silber: Das bessere Gold?

Steigende Nachfrage in der Photovoltaik-Industrie und anhaltende Förderdefizite treiben den Silberpreis an. Experten sehen weiteres Wachstumspotenzial bei Industriemetall

Jörg Mahnert ·
Finanzviertel bei Dämmerung mit Börsentickern

Kurz zusammengefasst

  • Weltweites Silberdefizit von 5662 Tonnen
  • Photovoltaik bindet große Silbermengen langfristig
  • Silberpreis steigt um 37,8% in 12 Monaten

Silber ist ein „Zwittermetall“. Auf der einen Seite dient es als Wertaufbewahrungsmittel. Auf der anderen Seite ist ein Industrierohstoff in weitaus größerem Maße als Gold. Denken Sie nur an elektrische Verbindungen, bei denen es sich aufgrund des geringen Innenwiderstands und der Korrosionsbeständigkeit als optimal erweist.

Der Bedarf an Silber steigt ständig

Im Jahr 2024 wurden weltweit rund 37.580 Tonnen Silber verbraucht. Das sind 5662 Tonnen mehr als gefördert wurden. Bereits seit rund vier Jahren wird mehr Silber benötigt, als gefördert wird.

Die Ursachen: Unter anderem regenerative Energien

Für Photovoltaik, also die Stromerzeugung aus Licht, braucht man relativ viel Silber. Im Durchschnitt können Sie hier mit rund 100 Gramm pro installierten 10 Megawatt rechnen. Das entspricht einer ganz normalen Anlage auf einem Einfamilienhaus. Im Jahr 2024 wurden weltweit rund 592 Gigawatt an Leistung verbaut. Das entspricht 592.000 Megawatt. In diesen Anlagen befinden sich also rund 592 Tonnen Silber, die dort auch viele Jahre fest gebunden sind.

Die Preise werden weiter steigen

Eine ständig steigende Nachfrage trifft auf eine nicht den Bedarf deckende Förderung. Die logische Konsequenz sind steigende Preise. Das sehen wir ja bereits.

Bullischer Trend in Reinkultur

In den vergangenen 12 Monaten konnte der Silberpreis bereits um satte +37,8% zulegen. Allein in diesem Januar sehen wir einen Anstieg um +9,8%. Das bedeutet, dass sich die Aufwärtsbewegung weiter beschleunigt. Da ist es kein Wunder, dass die Analysten begeistert sind und als nächste Kursziele Werte um 50 USD pro Feinunze veröffentlichen. Damit könnte Silber sich aktuell als das bessere Gold verkaufen – die Trend-Analyse zeigt jedenfalls aktuell wunderbare Chancen und vor allem einen massiven Edelmetall-Trend, der hier wirken kann.

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