Silber: Doppelter Gegenwind

Der Silberpreis leidet unter den makroökonomischen Folgen des Iran-Konflikts, die Zinssenkungen verzögern und den Dollar stärken. Die Industrienachfrage ist ebenfalls betroffen.

Andreas Sommer ·
Silber Preis Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Iran-Konflikt treibt Inflationserwartungen und Dollar
  • Fed-Zinssenkungen verschieben sich auf Jahresende
  • Silber verliert über 40 Prozent seit Allzeithoch
  • Strukturelle Nachfrage aus Solar und KI bleibt intakt

Der Iran-Konflikt belastet Silber auf eine Weise, die auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint. Nicht die Kriegsangst drückt den Preis — sondern die makroökonomischen Folgen des Konflikts selbst.

Warum der Krieg Silber schadet statt hilft

Der Mechanismus ist kontraintuitiv: Anhaltende Ölpreisschocks durch die Spannungen rund um die Straße von Hormuz treiben die US-Inflationserwartungen nach oben, verschieben Fed-Zinssenkungen nach hinten und stärken den Dollar. Für ein nicht-verzinsliches, in Dollar notiertes Asset wie Silber ist das eine toxische Kombination.

Die Märkte hatten für 2026 ursprünglich mindestens zwei Zinssenkungen eingepreist. Dieser Zeithorizont hat sich inzwischen auf frühestens Ende des Jahres verschoben. Jede weitere Verzögerung erhöht die Opportunitätskosten für das Halten physischer Metalle.

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Hinzu kommt Silbers industrielle Komponente. Nach Trumps Rede zur Eskalation der US-Militäreinsätze gegen den Iran fiel der Silberpreis um rund 5 Prozent — deutlich mehr als Gold, das stärker von seiner monetären Schutzfunktion profitiert. Steigende Energiekosten und Handelsstörungen belasten die Industrienachfrage zusätzlich. Seit dem Allzeithoch von rund 121 bis 122 Dollar je Unze Ende Januar ist Silber auf die niedrigen 70er-Dollar gefallen — ein Rückgang von über 40 Prozent.

Strukturelle Nachfrage als Gegengewicht

Das längerfristige Bild sieht anders aus. Die Nachfrage aus Solar- und Elektrifizierungssektoren sowie aus der KI-Infrastruktur bleibt strukturell intakt. Chinas Exportbeschränkungen für Silber, die noch mindestens zwei Jahre gelten sollen, engen das globale Angebot weiter ein.

Kurzfristig dürften die anstehenden US-Inflationsdaten und neue Fed-Signale den nächsten Richtungsimpuls liefern. Zeigen die Daten nachlassenden Preisdruck, könnte die Zinssenkungsdebatte wieder Fahrt aufnehmen — und damit auch den Druck auf Silber etwas mildern.

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