Silber: Historischer Einbruch, zaghafte Erholung

Nach einem historischen Absturz um über zwölf Prozent stabilisiert sich Silber. Trotz der jüngsten Korrektur bleibt die fundamentale Lage durch Angebotsdefizite und starke Industrienachfrage gestützt.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker Kursverlust von über zwölf Prozent
  • Doppelrolle als Safe-Haven- und Industriemetall
  • Fünftes Jahr in Folge mit Angebotsdefizit
  • Institutionen revidieren Preiserwartungen nach oben

Nach einem der heftigsten Kursrückgänge der jüngsten Vergangenheit stabilisiert sich Silber heute bei rund 88,76 US-Dollar je Feinunze. Innerhalb weniger Handelstage hatte das Edelmetall mehr als zwölf Prozent verloren – ausgelöst durch ein Zusammenspiel aus geopolitischer Eskalation, einem stärkeren Dollar und schwinden Zinssenkungserwartungen.

Wie es zum Einbruch kam

Den Ausgangspunkt bildeten US-israelische Luftangriffe auf Iran und die darauffolgende Schließung der Straße von Hormuz. Silber stieg zunächst auf über 96 US-Dollar – getragen von Safe-Haven-Nachfrage. Doch als die Ölpreise über 100 US-Dollar je Barrel kletterten und Rezessionssorgen zunahmen, kippte die Stimmung abrupt.

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Am 3. März verlor Silber rund sieben Prozent auf 83,70 US-Dollar, nachdem bereits am Vortag fast fünf Prozent weggefallen waren. Verstärkt wurde der Rückgang durch Gewinnmitnahmen und Stop-Loss-Orders: Während des Anstiegs über 90 und 95 US-Dollar hatten sich große spekulative Positionen aufgebaut, die beim Kursrutsch automatisch aufgelöst wurden. Den Wochenschluss am 6. März vollzog Silber bei rund 84,40 US-Dollar.

Silbers strukturelles Problem gegenüber Gold liegt in seiner Doppelrolle: Als Safe-Haven-Metall profitiert es von Kriegsängsten, als Industriemetall leidet es unter Rezessionssorgen. Beide Kräfte wirkten diesmal gleichzeitig in entgegengesetzte Richtungen.

Starke Jahresbilanz trotz Einbruch

Trotz der jüngsten Korrektur liegt Silber seit Jahresbeginn noch rund 18 Prozent im Plus. Die zwölf-Monats-Performance beträgt sogar rund 162 Prozent, innerhalb einer Spanne von 28,16 bis 121,67 US-Dollar.

Die fundamentalen Stützen bleiben intakt: Der Silbermarkt befindet sich im fünften konsekutiven Defizitjahr, mit einem kumulativen Angebotsfehlbetrag von rund 820 Millionen Unzen seit 2021. Die Photovoltaikindustrie allein verbraucht jährlich über 230 Millionen Unzen, das Minenangebot wächst hingegen nur um ein bis zwei Prozent jährlich.

Institutionelle Einschätzungen

J.P. Morgan Global Research hat den Jahresdurchschnittspreisausblick für 2026 auf 81 US-Dollar nach oben revidiert – von zuvor 56,30 US-Dollar. Die Quartalsschätzungen bewegen sich zwischen 84 und 85 US-Dollar.

Die Deutsche Bank zeigt sich bullischer und hält einen Anstieg bis auf rund 100 US-Dollar bis Jahresende für möglich, sofern der Edelmetallkomplex seine Stärke beibehält. Sie verweist dabei auf das historische Muster, dass Silber Gold in späteren Phasen eines Metallbullenmarktes häufig übertrifft. UBS unterstreicht, dass Angebotsdefizite und die strukturell robuste Nachfrage aus Solarenergie, Elektronik und Elektrifizierungstechnologien weiterhin preisunterstützend wirken.

Der übergeordnete Aufwärtstrend seit Ende 2025 ist intakt. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten rund um Dollar, Zinserwartungen und geopolitische Entwicklungen dürften jedoch scharfe Schwankungen das Bild der kommenden Wochen prägen – weniger eine geradlinige Richtungsbewegung.

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