Silber Preis: 15,4 Prozent Deckungsquote in Stresszone
Die Silberreserven an der COMEX sind drastisch gesunken, was die Deckungsquote auf 15,4 Prozent fallen lässt. Asiatische Prämien und ein US-Downgrade verstärken den Druck auf den physischen Markt.
Kurz zusammengefasst
- COMEX-Silberbestände unter kritischer Schwelle
- Deckungsquote fällt in Stresszone
- Moody's stuft USA herab
- Asiatische Prämien treiben Verknappung
Die Papiermärkte signalisieren Ruhe, die physischen Lagerhallen leeren sich rasant. Beim Silber baut sich derzeit ein massiver fundamentaler Druck auf. An der Terminbörse COMEX rutschten die frei verfügbaren Bestände unter eine kritische Schwelle. Marktbeobachter warnen bereits vor einem physischen Engpass.
Inventar-Schock an der COMEX
Die registrierten Silberreserven der COMEX fallen drastisch. Zuletzt meldete die Börse einen Bestand von knapp 80 Millionen Unzen. Zum Vergleich: Im Oktober 2025 lagen noch 532 Millionen Unzen in den Tresoren.
Dadurch sinkt die Deckungsquote zwischen physischem Silber und ausstehenden Papierkontrakten auf 15,4 Prozent. Fällt dieser Wert unter 15 Prozent, beginnt laut Analysten die sogenannte Stresszone. Der Markt reagiert dort extrem nervös auf plötzliche Lieferanforderungen.
US-Downgrade stützt Edelmetalle
Ein Paukenschlag im US-Finanzsektor liefert zusätzliche Dynamik. Am 16. Mai 2026 stufte die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit der USA herab. Das neue Rating lautet Aa1 statt AAA. Dieser Schritt setzt den US-Dollar unter Druck und macht Edelmetalle als Wertspeicher attraktiver.
Die Folge: Auf Jahressicht behauptet Silber ein sattes Plus von 127 Prozent. Das im Januar markierte Rekordhoch von über 121 US-Dollar liegt zwar tiefer im Rückspiegel. Dennoch gewichten Investoren die schwindenden Börsenbestände höher als kurzfristige Zinssorgen.
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Asien zahlt hohe Prämien
Die fundamentale Knappheit hat strukturelle Gründe. Rund 70 Prozent des weltweiten Silbers fallen als Nebenprodukt bei der Förderung von Industriemetallen an. Minenbetreiber können daher kaum auf steigende Preise reagieren.
In Asien zeigt sich die hohe Nachfrage bereits deutlich. Chinesische Käufer zahlen für physische Lieferungen massive Aufschläge. Diese Prämien liegen bis zu 13 Prozent über den US-Future-Preisen. Die reale Verknappung bringt die Preisfindung an den Papierbörsen zunehmend ins Wanken.
Aktuell testet der Silberpreis seine technische Unterstützung bei 74 US-Dollar. Fließt das physische Silber an der COMEX weiter in diesem Tempo ab, droht eine enorme Volatilität. Leerverkäufer müssten ihre Positionen dann in einem illiquiden Markt glattstellen. Das dürfte den Preisdruck auf der Oberseite drastisch verschärfen.
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