Silber Preis: 17,32 Prozent Monatsverlust nach Fed-Falken
Silber fällt auf Sechsmonatstief. Fed-Vertreter signalisieren weitere Zinserhöhungen, was den Edelmetallmarkt belastet.

Kurz zusammengefasst
- Silber schließt bei 56,22 Dollar
- Fed-Vertreter fordern Zinserhöhungen
- Inflationsdaten bleiben widersprüchlich
- FOMC-Sitzung Ende Juli im Fokus
Der Silberpreis rutscht ab. Am Freitag schloss die Feinunze bei 56,22 US-Dollar, ein Tagesplus von 0,82 Prozent konnte den Abwärtstrend der vergangenen Wochen kaum bremsen. Auf Monatssicht steht ein Minus von 17,32 Prozent zu Buche. Der Grund: Die US-Notenbank Fed lässt keinen Zweifel an ihrem straffen Kurs.
Fed-Falken drücken auf den Kurs
Zwei Fed-Vertreter sorgten zuletzt für klare Signale. Dallas-Fed-Präsidentin Lorie Logan sprach sich offen für eine Zinserhöhung aus. Vize-Notenbankchef Philip Jefferson kündigte an, eine straffere Geldpolitik zu unterstützen, sollte sich die Inflation kurzfristig nicht bessern.
Die Datenlage bleibt widersprüchlich. Verbraucher- und Erzeugerpreise sanken im Juni, vor allem wegen günstigerer Energiekosten. Die Importpreise stiegen dagegen unerwartet. Der US-Verbraucherpreisindex lag im Mai bei 4,2 Prozent, deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed.
Steigende Ölpreise verschärfen die Lage zusätzlich. Sie schüren neue Inflationssorgen und verstärken die Erwartung, dass die Fed die Zinsen länger hoch hält. Hinzu kommen geopolitische Spannungen, die den Druck auf Edelmetalle weiter erhöhen.
Blick auf die FOMC-Sitzung
Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses FOMC findet am 28. und 29. Juli 2026 statt. Die Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen liegt bei rund 90 Prozent. Für September preisen die Märkte bereits eine rund 50-prozentige Chance auf eine Zinserhöhung ein.
Die Fed-Projektionen aus dem Juni untermauern diese Erwartung. Neun von 18 Notenbankern halten mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr für nötig. Das dürfte den Silberpreis auch in den kommenden Handelstagen unter Druck halten.
Der technische Rücksetzer zeigt sich auch im Chart. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 34,8 Punkten und signalisiert eine überverkaufte Lage. Auf Jahressicht steht Silber mit 20,77 Prozent im Minus.
Die FOMC-Sitzung Ende Juli dürfte zur nächsten wichtigen Wegmarke werden. Bleibt die Fed bei ihrer harten Linie, könnte der Druck auf das Edelmetall anhalten. Ein überraschend weicherer Ton der Notenbanker würde dagegen kurzfristig Entlastung bringen.
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