Silber Preis: 2.–5. Juni als Wendepunkt
Nach fast 38 Prozent Verlust seit Januar zeigt Silber leichte Erholung. Juni-Termine könnten Trendwende einläuten.

Kurz zusammengefasst
- Silber fiel 38 Prozent vom Allzeithoch
- Strukturelles Defizit stützt langfristig
- Juni als möglicher Wendepunkt identifiziert
- Handelsspanne zwischen 72 und 88 Dollar
Vom Allzeithoch bei 121,64 US-Dollar im Januar 2026 auf aktuell 75,81 Dollar — Silber hat in wenigen Monaten fast 38 Prozent eingebüßt. Zum Wochenauftakt notiert das Metall mit einem leichten Plus von 0,71 Prozent, und Marktteilnehmer schauen nun auf einige wenige Wochen im Juni, die den weiteren Kursverlauf prägen könnten.
Strukturelles Defizit als Fundament
Die Nachfrageseite bleibt bemerkenswert robust. Photovoltaik, Elektromobilität und KI-Hardware treiben den industriellen Verbrauch — allesamt Anwendungen, in denen Silbers Leitfähigkeit kaum zu ersetzen ist. Das Angebot hält nicht Schritt: Der Markt befindet sich im sechsten Jahr in Folge in einem strukturellen Defizit, kumulierte Lagerentnahmen verknappen das verfügbare Material weiter.
Trotzdem hat das Makroumfeld zuletzt dominiert. Der Preis fiel unter seinen 50-Tage-Durchschnitt, was kurzfristig Verkaufsdruck erzeugte. Geopolitische Unsicherheiten und offene Fragen zur Geldpolitik halten Investoren zurück — der RSI bewegt sich im neutralen Bereich, ein klares Signal der Unentschlossenheit.
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Kritische Zeitfenster im Juni
Eine Zyklusanalyse markiert den Zeitraum vom 2. bis 5. Juni als potenziellen Wendepunkt: Das Ende eines 30-Tage-Zyklus könnte den Beginn einer neuen Akkumulationsphase einläuten. Weitere Trendbestätigungen werden für den 15. Juni und den Monatsabschluss am 30. Juni erwartet.
Konkrete Marken geben die Richtung vor. Analysten sehen die Handelsspanne für den Juni zwischen 72 und 88 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch über die Zone von 80 bis 81 Dollar gilt als Voraussetzung, um einen Test der 90-Dollar-Marke anzusteuern. Hält die Unterstützung bei 72 Dollar nicht, rücken Korrekturziele zwischen 65 und 68 Dollar in den Blick.
Das Allzeithoch bei 121,64 Dollar bleibt in weiter Ferne — trotz einer Jahresperformance von über 117 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das strukturelle Defizit liefert das Fundament, doch erst ein klarer Ausbruch nach oben würde das Bild grundlegend verändern.
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