Silber Preis: 67 Millionen Unzen Defizit 2026
Trotz hoher Inflation und starkem Dollar klettert Silber auf 86,80 US-Dollar. Physische Knappheit und geopolitische Risiken treiben die Nachfrage.

Kurz zusammengefasst
- Sechster Gewinntag in Folge für Silber
- Physische Knappheit stützt den Kurs
- Analystenprognosen reichen von 44 bis 100 Dollar
- Geopolitische Spannungen treiben sichere Häfen
Starke Inflation, keine Zinssenkungen in Sicht und ein starker Dollar. Eigentlich ist das ein toxischer Mix für Edelmetalle. Silber stört das aktuell wenig. Der Preis je Feinunze kletterte im asiatischen Handel auf rund 86,80 US-Dollar. Das markiert den sechsten Gewinntag in Folge.
Die US-Inflation stieg im April auf 3,8 Prozent. Damit rücken Zinssenkungen in weite Ferne. Händler preisen laut Marktdaten erst für 2027 wieder sinkende Leitzinsen ein. Morgan Stanley teilt diese späte Prognose. Normalerweise stützt eine straffe Geldpolitik den Dollar und die Anleiherenditen. Das drückt traditionell auf den Silberkurs.
Physischer Hunger stützt den Kurs
Der Markt gewichtet die physische Knappheit derzeit höher als die Geldpolitik. Das Silver Institute rechnet für 2026 mit dem sechsten Defizitjahr in Folge. Es fehlen voraussichtlich 67 Millionen Unzen.
Bereits im Vorjahr klaffte eine Lücke von gut 40 Millionen Unzen. Ein Blick auf die Industrie zeigt dabei ein differenziertes Bild. Die Solarbranche verbaut zunehmend weniger Silber pro Zelle. Laut Metals Focus sank die Nachfrage der Photovoltaik im vergangenen Jahr spürbar. Für 2026 erwarten Experten einen weiteren Rückgang auf rund 151 Millionen Unzen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?
Parallel dazu stützen geopolitische Spannungen den Kurs. Die anhaltenden Risiken an der Straße von Hormuz bedrohen die globale Ölversorgung. Das treibt Anleger in sichere Häfen. Die Folge: ein klassisches Spannungsfeld. Teures Öl befeuert die Inflation weiter. Das würde den geldpolitischen Druck auf den Markt mittelfristig wieder erhöhen.
Analysten sehen extreme Spanne
Nach dem nominalen Allzeithoch von über 121 US-Dollar im Januar fiel der Kurs zunächst deutlich. Nun steht Silber wieder massiv über dem Vorjahresniveau. Die Prognosen großer Häuser für das laufende Jahr zeigen eine enorme Bandbreite:
- TD Securities: 44 US-Dollar
- J.P. Morgan: 81 US-Dollar (Jahresdurchschnitt)
- UBS: knapp 100 US-Dollar (Spitzenwert)
Ob Silber die Marke von 100 US-Dollar erreicht, hängt maßgeblich von den Ölpreisen ab. Eskaliert die Lage im Nahen Osten, schiebt das den sicheren Hafen Silber an. Zieht der US-Dollar durch hartnäckige Inflation weiter an, bremst das die aktuelle Rallye abrupt.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 13. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...