Silber Preis: 7 Prozent Wochenverlust
Silber verliert 6,6 Prozent in einer Woche. Inflation und Zinserwartungen setzen dem Edelmetall zu, während der physische Markt stabil bleibt.

Kurz zusammengefasst
- Wöchentlicher Silberverlust von 6,6 Prozent
- Inflation und Zinsängste belasten Edelmetall
- Physischer Markt zeigt sich stabil
- FOMC-Entscheid und Friedensgespräche im Fokus
Brent-Öl bei 105 Dollar, Inflation auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren, Zentralbanken in der Warteschleife — für Silber ist das eine toxische Kombination. Das Metall schloss die Woche mit einem Minus von 6,6 Prozent bei 76,41 Dollar je Unze.
Hormuz-Krise treibt Inflation, Inflation belastet Silber
Der Auslöser liegt im Nahen Osten. Der Konflikt um die Straße von Hormuz hat den Ölverkehr durch eine der wichtigsten Seerouten der Welt empfindlich gestört. Brent-Rohöl kletterte um 44 Prozent gegenüber dem Niveau vor Kriegsbeginn. Die Folge: Der US-Verbraucherpreisindex stieg auf 3,3 Prozent — höchster Wert seit Mai 2024.
Für Silber ist das ein doppeltes Problem. Steigende Energiepreise heizen die Inflation an. Höhere Inflation bedeutet länger hohe Zinsen. Und hohe Zinsen belasten nicht zinstragende Vermögenswerte direkt. Seit Beginn des Konflikts hat Silber rund 17 Prozent verloren.
Fed dreht die Richtung
Der CME FedWatch zeigte zuletzt eine Wahrscheinlichkeit von 99,5 Prozent für eine unveränderte Entscheidung beim FOMC-Treffen am 28. und 29. April. Das ist noch nicht das eigentliche Problem. Gravierender ist die verschobene Erwartung: Statt zwei Zinssenkungen in diesem Jahr preisen die Märkte mittlerweile eine mögliche Zinserhöhung ein. Laut einer Ökonomen-Umfrage wird die Fed mindestens sechs weitere Monate warten, bevor sie die Zinsen senkt.
Charttechnisch liegt die nächste Unterstützung bei rund 72,66 Dollar. Der Widerstand befindet sich zwischen 75,50 und 76,80 Dollar. Die 200-Tage-Linie bei 61,68 Dollar gibt dem Metall noch einen deutlichen Puffer nach unten.
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Physischer Markt bleibt fest
Abseits der makroökonomischen Belastung sendet der physische Markt andere Signale. In China liegt der Aufschlag auf physisches Silber bei rund 15 Prozent. Die Importe sprangen im März stark an — Retailkäufer griffen zu, Solar-Hersteller zogen Käufe vor dem Wegfall von Exportsteuerrabatten vor. Die Industrie, allen voran der Solarsektor, macht 58 Prozent der globalen Silbernachfrage aus. Das Silver Institute erwartet für 2026 zwar einen leichten Rückgang der industriellen Nachfrage auf 639,6 Millionen Unzen, die strukturelle Bedeutung des Sektors bleibt aber intakt.
Zwei Termine bestimmen die kommende Woche
Am Freitag erholte sich Silber leicht, nachdem pakistanische Regierungsquellen auf mögliche Fortschritte in den US-Iran-Verhandlungen hindeuteten. Der FOMC-Entscheid und der Stand der Friedensgespräche werden die Richtung in den nächsten Tagen maßgeblich vorgeben.
Die institutionellen Prognosen für das Gesamtjahr klaffen weit auseinander: J.P. Morgan rechnet mit einem Jahresdurchschnitt von 81 Dollar, die Commerzbank sieht 90 Dollar zum Jahresende. Bloomberg-Stratege Mike McGlone hält dagegen: Er warnt, dass das Januarhoch bei 116,89 Dollar ein generationenübergreifender Höchststand gewesen sein könnte — und sieht Silber auf Jahre zwischen 50 und 100 Dollar pendeln.
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