Silber Preis: 76,66 Dollar trotz festerer Dollar
Silber legt um über ein Prozent zu, gestützt von fallenden Ölpreisen und niedrigeren US-Renditen. Die indische Nachfrage gibt zusätzlichen Auftrieb.
Kurz zusammengefasst
- Silber steigt auf 76,66 Dollar
- Fallende Ölpreise stützen den Kurs
- US-Renditen sinken auf 4,6 Prozent
- Indien erhöht Importzölle auf Silber
Der Silberpreis hat am Donnerstag eine bemerkenswerte Kehrtwende hingelegt. Spot-Silber notierte bei 76,66 US-Dollar je Feinunze – ein Plus von 1,03 Prozent. Und das, obwohl der US-Dollar fester tendierte.
Auslöser waren fallende Ölpreise und nachgebende US-Renditen. Diese Kombination glich den Gegenwind durch den Dollar aus und gab dem Edelmetall Auftrieb.
Warum Öl und Renditen den Ausschlag geben
Am frühen Donnerstag belasteten noch Spannungen an der Straße von Hormus den Markt. Spot-Silber fiel auf rund 75,07 Dollar. Dann drehte die Stimmung. Der Markt bewertete die Chancen auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und Iran neu – die Ölpreise gaben nach. Brent notierte zwischen 105 und 108 Dollar je Barrel, WTI um 99 bis 102 Dollar.
Parallel sank die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf rund 4,6 Prozent. Für Silber ist das besonders relevant: Niedrigere Renditen senken die Opportunitätskosten des zinslosen Metallbesitzes. Gleichzeitig dämpfen sinkende Energiekosten die Inflationserwartungen. Silber reagiert nicht nur als Edelmetall auf Realzinsen, sondern auch als Industriemetall.
Die US-Konjunkturdaten lieferten kein klares Signal. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen leicht auf 209.000. Doch der Philadelphia-Fed-Index stürzte von 26,7 auf minus 0,4 – ein massiver Einbruch. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg dagegen auf 55,3. Dieses gemischte Bild ließ die Zinserwartungen uneindeutig.
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Zusätzlicher Schub aus Indien
Neben der geopolischen Welle rückt Indien als physischer Markt in den Fokus. Das Land hatte die Importzölle auf Gold und Silber zuvor von 6 auf 15 Prozent angehoben – bestehend aus 10 Prozent Basiszoll und 5 Prozent Agrar-Infrastruktur-Abgabe. Höhere Zölle können lokale Verfügbarkeiten verzerren und die Preisdifferenz zwischen Spot-Silber und Anlageprodukten vergrößern.
Der Silberpreis hat sich nach den Schwankungen der Vorwoche stabilisiert. Das Tagestief am Donnerstag lag bei 74,44 Dollar, das Hoch bei 77,12 Dollar. Am Freitag notiert der Kurs mit rund 76,64 Dollar knapp unter dem Schlusskurs. Damit bleibt Silber oberhalb der Tiefs vom vergangenen Dienstag.
Kurzfristig wird der Preis von drei Faktoren bestimmt: Ölpreis, Renditen und Dollar. Strukturell kommt die physische Nachfrage aus Indien hinzu. Die jüngste Erholung entspringt keiner einzelnen Nachrichtenexplosion, sondern einer Neubewertung des geopolitischen Risikoaufschlags und der Zinslandschaft. Der Silberpreis bewegt sich weiter in einem Umfeld, in dem politische Nachrichten schnell auf die Energiepreise durchschlagen – und damit auf eines der sensibelsten Edelmetalle.
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