Silber Preis: COMEX-Deckung auf 13 Prozent
Silber verzeichnet trotz rekordhoher chinesischer Importe und sechstem Defizitjahr in Folge einen Preisrückgang von 6,4 Prozent in einer Woche.

Kurz zusammengefasst
- Silberpreis fällt um 6,4 Prozent
- COMEX-Deckung auf historischem Tief
- Sechstes Defizitjahr in Folge
- Chinesische Importe steigen rasant
Der Silberpreis hat eine schwache Woche hinter sich. Mit 76,63 US-Dollar je Unze verlor das Metall allein in den vergangenen sieben Tagen rund 6,4 Prozent. Das ist jedoch nur die Oberfläche einer komplexeren Geschichte.
COMEX-Deckung auf historischem Tief
Die registrierten Silberbestände an der COMEX decken derzeit nur noch etwa 13 Prozent des Open Interest. Das bedeutet: Nur ein kleiner Bruchteil der ausstehenden Futures-Kontrakte hat physisches Metall dahinter. In London lag der unbelastete Silberanteil in Tresoren im September 2025 bei historisch niedrigen 17 Prozent — was den Liquiditäts-Squeeze im Oktober 2025 auslöste und die Leasingraten auf Rekordhöhen trieb. Seitdem hat sich der Wert auf 28 Prozent erholt. Laut Philip Newman von Metals Focus ist diese Erholung jedoch fragil. Eine neue Welle indischer Physikkäufe oder frische ETF-Zuflüsse könnten die Bedingungen für einen erneuten Squeeze rasch wiederherstellen.
Sechstes Defizitjahr in Folge
Laut dem World Silver Survey 2026 übersteigt die globale Nachfrage das Angebot zum sechsten Mal in Folge. Das projizierte Defizit für 2026 liegt bei 46,3 Millionen Unzen — 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit 2021 hat der Markt kumuliert 762 Millionen Feinunzen aus oberirdischen Beständen gezogen, um die jährlichen Fehlmengen auszugleichen.
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Das Angebot schrumpft schneller als die Nachfrage. Selbst der Solarsektor, der größte industrielle Abnehmer, reduziert seinen Silberverbrauch. PV-Hersteller senken den Silberanteil pro Modul. Die Nachfrage aus dem Solarbereich soll auf rund 194 Millionen Unzen fallen — ein Rückgang von sieben Prozent, obwohl die globale Solarkapazität um 15 Prozent wächst. Den Rückgang aus dem Industriebereich kompensiert die Investmentnachfrage: Sie soll um 20 Prozent auf 227 Millionen Unzen steigen — ein Dreijahreshoch.
Chinas Rekordimporte und die FOMC-Woche
Chinas Silberimporte lagen im März 2026 um 173 Prozent über dem saisonalen Zehnjahresschnitt. Privatanleger, die von Gold auf Silber umstiegen, und Solarhersteller, die einem Politiktermin zuvorkommen wollten, trieben die Nachfrage gemeinsam an. Kein Wunder also, dass die Fundamentaldaten stark wirken. Trotzdem fiel der Preis vom Januar-Hoch bis Mitte April um rund 15 Prozent — weil die globale Spotpreisbildung an COMEX und LBMA stattfindet, nicht in chinesischen Importstatistiken.
In der kommenden Woche tagt die US-Notenbank. Die FOMC-Sitzung am 28. und 29. April dürfte den Ton setzen. Geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormuz halten die Energiepreise hoch und schüren Inflationssorgen. Steigende Zinsen würden Silber als unverzinsliches Asset belasten. Ein weiterer Termin steht bereits im Kalender: Am 13. Juli 2026 läuft die Frist des bilateralen Section-232-Abkommens ab — ein Datum, das die COMEX-Arbitrage neu entfachen könnte und den physischen Markt erneut unter Druck setzen würde.
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