Silber Preis: Indien drosselt Importe um 90 Prozent
Der Silberpreis steigt trotz neuer Importbeschränkungen Indiens. HSBC senkt Prognose für das Angebotsdefizit und erwartet begrenztes Aufwärtspotenzial.

Kurz zusammengefasst
- Silberpreis steigt um 2,6 Prozent
- Indien verschärft Importregeln für Silber
- HSBC senkt Prognose für Angebotslücke
- Industrienachfrage stützt den Markt
Der Silberpreis meldet sich nach einer schwachen Vorwoche zurück. Am Dienstag kletterte die Notierung um 2,6 Prozent auf rund 78,60 US-Dollar pro Unze. Hinter den Kulissen braut sich allerdings ein Konflikt zusammen. Starke industrielle Nachfrage trifft auf neue Handelsbarrieren in Asien.
Indien drosselt Importe
Ein Hauptgrund für die aktuelle Marktdynamik liegt in Indien. Das Land gehört zu den weltweit größten Silberkäufern. Seit Mitte Mai unterliegen hochreine Silberbarren strengen Lizenzpflichten. Zuvor war der Import frei. Damit sind nun über 90 Prozent der indischen Silberimporte beschränkt.
Zusätzlich hat die Regierung in Neu-Delhi die Importzölle massiv angehoben. Der Satz für Gold und Silber stieg von sechs auf 15 Prozent. Die Führung will so Devisenabflüsse stoppen. Sie schützt damit die nationale Währung vor einer Abwertung. Indien deckt rund 80 Prozent seines Silberbedarfs im Ausland. Diese neuen Hürden bremsen den globalen Handel spürbar.
HSBC sieht schrumpfendes Defizit
Die Großbank HSBC hat ihre Prognosen für das Edelmetall angepasst. Die Analysten erwarten im laufenden Jahr nun einen Durchschnittspreis von 75 US-Dollar. Zuvor lag der Wert bei gut 68 Dollar. Für das Folgejahr rechnet das Institut wieder mit leicht fallenden Notierungen.
Trotz der Anhebung warnen die Experten vor begrenztem Aufwärtspotenzial. Das globale Angebotsdefizit schrumpft rasant. Nach Berechnungen der Bank fällt das Minus im laufenden Jahr fast um die Hälfte auf 73 Millionen Unzen. Bis 2027 soll sich die Lücke weiter massiv verengen. Die Schmuckindustrie schwächelt. Auch einige Industriesektoren sind zunehmend gesättigt.
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Industrie stützt den Markt
Andere Bereiche halten dagegen. Die weltweite Nachfrage nach physischem Silber soll dieses Jahr um 20 Prozent steigen. Das entspräche einem Dreijahreshoch. Die Hälfte dieses Volumens fließt direkt in die Industrie. Treiber sind die Photovoltaik, Elektroautos und die Halbleiterbranche im Zuge des KI-Booms.
Auf der Angebotsseite gibt es wenig schnelle Entlastung. Explorationsfirmen wie Barton Gold bohren zwar nach neuen Lagerstätten in Australien. Bis eine neue Mine jedoch volle Kapazität erreicht, vergehen im Schnitt sieben bis zehn Jahre.
Das makroökonomische Umfeld bleibt angespannt. Die US-Kerninflation lag im April hartnäckig bei 2,8 Prozent. Eine Zinssenkung der US-Notenbank im Juni gilt als fast ausgeschlossen. Aktuell pendelt der Silberpreis in einer Spanne zwischen rund 74 und 78 US-Dollar. Die kommenden Fed-Protokolle dürften den nächsten Ausbruchsversuch aus diesem Korridor steuern.
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