Silber Preis: Kevin Warsh und das Juni-Dot-Plot
Silber notiert wieder über 80 US-Dollar. Die Fed-Sitzung im Juni unter neuer Führung wird richtungsweisend für den weiteren Jahresverlauf.

Kurz zusammengefasst
- Silber steigt auf 80,86 US-Dollar
- Fed-Sitzung im Juni entscheidend
- Angebotsdefizit stützt den Preis
- Gold-Silber-Verhältnis über 60
Der Silberpreis meldet sich mit einem kräftigen Wochengewinn zurück. Am Freitag übersprang das Edelmetall die Marke von 80 US-Dollar und ließ die jüngste Schwächephase hinter sich. Die eigentliche Richtungsentscheidung für den weiteren Jahresverlauf fällt jedoch nicht am Rohstoffmarkt, sondern in Washington.
Fed-Sitzung unter neuer Führung
Das bestimmende Thema der kommenden Wochen ist die Geldpolitik der US-Notenbank. Im Juni veröffentlicht die Federal Reserve ihr aktualisiertes Dot-Plot. Es ist die erste formelle Zinsprognose unter der Führung des neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Seine Bestätigung hatte an den Märkten Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik geweckt.
Die interne Zerrissenheit der Notenbank ist groß. Bei der vergangenen Sitzung Ende April beließ der Offenmarktausschuss den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Vier Mitglieder stimmten gegen diesen Beschluss — ein historisch hohes Ausmaß an Gegenstimmen. Zinsterminmärkte rechnen für Juni fest mit einer Nullrunde.
Trotz des jüngsten Kursanstiegs auf 80,86 US-Dollar zum Wochenschluss bleibt Silber weit von seinen Höchstständen entfernt. Auf Wochensicht verbuchte das Edelmetall ein Plus von knapp sechs Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch aus dem Januar fehlen weiterhin rund 30 Prozent.
Der Grund für den Preisverfall im Frühjahr liegt im Nahen Osten. Die faktische Schließung der Straße von Hormuz löste einen massiven Anstieg der Energiekosten aus. Dies schürte Inflationsängste und dämpfte die Hoffnungen auf rasche Zinssenkungen. Zwar gaben die Ölpreise zuletzt wieder nach. Chicago-Fed-Präsident Austan Goolsbee warnte indes, dass sich die Teuerung seit Kriegsausbruch sogar beschleunigt habe.
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Angebotsdefizit trifft auf steigende Nachfrage
Abseits der geopolitischen Turbulenzen stützt die fundamentale Ausgangslage den Silberpreis. Das Silver Institute rechnet im laufenden Jahr mit einem erneuten globalen Angebotsdefizit. Die physische Investmentnachfrage soll parallel dazu um ein Fünftel auf 227 Millionen Unzen klettern. Das globale Angebot stagniert derweil.
Marktbeobachter richten ihren Blick ferner auf das Gold-Silber-Verhältnis. Der Indikator notiert aktuell bei rund 61. Historisch betrachtet neigt Silber dazu, Gold in den folgenden Monaten zu übertreffen, sobald dieser Wert die Marke von 60 überschreitet. Analysten der Bank of America halten in einem Extremszenario sogar dreistellige Silberkurse für möglich, sollte sich das Verhältnis massiv verengen.
In der neuen Handelswoche rücken die US-Inflationsdaten in den Vordergrund. Sie liefern den entscheidenden Baustein für die Zinserwartungen vor der Juni-Sitzung der Fed. Bleibt die Teuerung hartnäckig, fehlt Silber der monetäre Antrieb für einen schnellen Ausbruch über den 100-Tage-Durchschnitt bei gut 82 US-Dollar.
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