Silber Preis: Longi startet Kupfer-Substitution im Q2
Chinas Solarindustrie senkt den Silberbedarf, während die Notenbank den Leitzins hält. Der Silbermarkt bleibt trotzdem im Defizit.

Kurz zusammengefasst
- Solarbranche reduziert Silberverbrauch
- China importiert Rekordmenge an Silber
- Fed belässt Zinsen voraussichtlich stabil
- Strukturelles Defizit stützt Silberpreis
China kauft massiv physisches Silber, während die heimische Solarindustrie das Edelmetall aus ihren Modulen verbannt. Parallel dazu blicken die Märkte nach Washington. Dort leitet Jerome Powell ab heute seine letzte Notenbanksitzung.
Chinas Solarriesen steuern um
Der größte industrielle Silberverbraucher drosselt den Bedarf. Laut BloombergNEF sinkt die Nachfrage der Photovoltaik-Branche dieses Jahr auf rund 194 Millionen Unzen. Das ist ein Minus von sieben Prozent. Der weltweite Solarausbau wächst indes um 15 Prozent. Die Erklärung: Hersteller nutzen schlicht weniger Silber pro Zelle.
Longi Green Energy plant für das zweite Quartal die Massenproduktion von kupferbasierten Modulen. Jinko Solar und Shanghai Aiko Solar treiben ähnliche silberfreie Alternativen voran. Kupfer ist billiger, macht die Fertigung aber technisch anspruchsvoller. Silber bleibt für hocheffiziente Zellen wichtig.
Trotzdem reißt der physische Hunger in Asien nicht ab. China importierte im Vormonat die Rekordmenge von 836 Tonnen Silber. An der Shanghai Gold Exchange zahlen Käufer Aufschläge von bis zu 13 Prozent auf den Spotkurs.
Powells Abschied und Inflationsdruck
Abseits der Industrie bestimmt die Makroökonomie den Preis. Die US-Notenbank entscheidet am morgigen Mittwoch über den Leitzins. Der Markt erwartet fast sicher, dass der Zins bei 3,50 bis 3,75 Prozent verharrt. Es ist ein besonderer Termin: Jerome Powell tritt als Fed-Chef ab. Mitte Mai übernimmt Kevin Warsh das Ruder.
Händler suchen in Powells Aussagen nach Hinweisen auf Zinssenkungen im Jahresverlauf. Die blockierte Straße von Hormuz treibt aktuell die Ölpreise. Die Folge: Die US-Inflation zieht wieder deutlich an. Das lastet auf zinslosen Edelmetallen. Silber notiert aktuell unter 76 US-Dollar je Unze.
Defizit stützt den Preis
Langfristig bleibt das Fundament für Silber stabil. Das globale Angebot steigt dieses Jahr zwar auf über eine Milliarde Unzen. Dennoch verharrt der Markt im sechsten Jahr in Folge in einem strukturellen Defizit.
Analysten sehen daher Aufwärtspotenzial. J.P. Morgan rechnet für 2026 mit einem Durchschnittspreis von 81 US-Dollar. Die Commerzbank erwartet bis Jahresende sogar 90 US-Dollar.
Am morgigen Mittwoch liefert die Fed-Entscheidung den nächsten Impuls. Fällt Powells letzter Ausblick restriktiv aus, droht dem Silberpreis ein weiterer kurzfristiger Rücksetzer.
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