Silber Preis: Marktchancen und Risiken

Der Silberpreis korrigiert nach einer starken Vorwoche. Die Märkte fokussieren sich nun auf US-Erzeugerpreise und ein fundamentales Marktdefizit, das den Markt stützt.

Eduard Altmann ·
Silber Preis Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kursrückgang nach vorheriger Rallye
  • US-Erzeugerpreise als nächster Impuls
  • Anhaltendes globales Angebotsdefizit
  • Sinkende Lagerbestände an der COMEX

Nach einer starken Vorwoche legt der Silberpreis eine plötzliche Pause ein. Die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im US-Iran-Konflikt hatten das Edelmetall zuletzt noch beflügelt. Nun richtet sich der Blick der Märkte auf schwindende Lagerbestände und drohende Inflationsdaten aus den USA.

Am Montag verzeichnete der Silberpreis einen Rücksetzer von rund 1,7 Prozent. Damit endet vorerst der Aufwärtstrend, der den Kurs in der vergangenen Woche noch auf ein Dreiwochen-Hoch von knapp 77,40 US-Dollar getrieben hatte. Auslöser für diese jüngste Erholung waren positive Signale rund um einen möglichen US-Iran-Waffenstillstand, nachdem der Kriegsausbruch Ende Februar den Kurs zunächst massiv belastet hatte.

Makrodaten als nächster Treiber

Die aktuelle Zurückhaltung der Händler hat einen konkreten Grund. Am Dienstag veröffentlicht das US-Arbeitsministerium den Erzeugerpreisindex (PPI) für den Monat März. Fallen diese Inflationsdaten höher aus als erwartet, dürften steigende Anleiherenditen und ein erstarkender US-Dollar das Edelmetall belasten.

Schwächere Zahlen könnten hingegen die Hoffnungen auf Zinssenkungen neu entfachen und Silber zusätzlichen Rückenwind verleihen. Aktuell preisen die Märkte lediglich eine Wahrscheinlichkeit von 31 Prozent für einen Zinsschritt der Federal Reserve im Dezember ein. Auf solche veränderten Zinserwartungen reagiert das Edelmetall traditionell sehr sensibel.

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Fundamentales Ungleichgewicht

Abseits der kurzfristigen Zinsspekulationen stützt ein massives Defizit den Markt. Im Jahr 2026 dürfte die globale Silbernachfrage das Angebot bereits zum sechsten Mal in Folge übersteigen. Schätzungen gehen von einer Lücke von rund 67 Millionen Unzen aus, angetrieben durch den enormen Bedarf der Solar-, Elektronik- und Elektroautoindustrie.

Besonders brisant ist die Lage an der Rohstoffbörse COMEX. Dort sind die registrierten Bestände auf 76 Millionen Unzen abgerutscht. Das entspricht einer Deckungsquote von nur noch 13,4 Prozent des offenen Interesses. Solch sinkende Lagerbestände deuten auf eine ungewöhnlich starke physische Nachfrage und einen zunehmenden Wettbewerb um lieferbares Material hin.

Gleichzeitig signalisiert ein historisch hohes Gold-Silber-Verhältnis von aktuell 63 bis 64 erhebliches Aufholpotenzial für das weiße Metall gegenüber Gold. Die Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise am Dienstagvormittag liefert nun den nächsten konkreten Impuls für die kurzfristige Preisentwicklung.

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Silber Preis Rohstoff

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Sektor
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