Silber Preis: RSI 34,6 signalisiert Überverkauf
Die Feinunze Silber erholt sich leicht, bleibt aber im Monatsverlauf stark im Minus. Technische Indikatoren und ein anhaltendes Angebotsdefizit stützen die Hoffnung auf eine Erholung.

Kurz zusammengefasst
- Silber schließt mit leichtem Plus
- Monatsverlust von über 17 Prozent
- RSI signalisiert überverkaufte Lage
- Angebotsdefizit und Peru-Krise stützen
Am Freitag schloss die Feinunze bei 56,22 US-Dollar, ein Plus von 0,82 Prozent zum Vortag. Der kleine Tagesgewinn ändert wenig am Gesamtbild: Auf Monatssicht steht ein Verlust von 17,32 Prozent zu Buche, und der 14-Tage-RSI von 34,6 signalisiert eine überverkaufte Marktlage. Genau darauf setzen Marktbeobachter derzeit ihre Hoffnung auf eine technische Gegenbewegung.
Erholungssignale nach steilem Rückgang
Ein Marktbericht zum Silberpreis für die Woche bis zum 18. Juli beschreibt das Edelmetall als unter Druck durch geopolitische Spannungen, verweist zugleich aber auf technische Signale, die eine Erholung nahelegen könnten. Die tiefe Überverkauftheit, gemessen am RSI-Wert unter 35, stützt diese Lesart: Historisch folgen auf solche Niveaus häufig Gegenbewegungen, selbst wenn der übergeordnete Trend angeschlagen bleibt. Der Preis notiert derzeit deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten der vergangenen Monate, was die Schwäche der jüngsten Wochen unterstreicht, gleichzeitig aber Raum für eine Erholung von den aktuellen Niveaus lässt.
Angebotsdefizit und Perus Energiekrise als Preistreiber
Strukturell bleibt der Silbermarkt angespannt. Das weltweite Silberangebot befindet sich laut Marktberichten im sechsten Jahr in Folge in einem Defizit – die Nachfrage übersteigt die Minenproduktion seit Jahren. Verschärft wird die Lage durch Peru, einen der wichtigsten Förderländer: Die dortige Regierung hat eine Energiekrise erklärt, was die heimische Silberförderung zusätzlich belastet. Mitte Mai hatte diese Gemengelage den Silberpreis kurzzeitig auf rund 87 US-Dollar je Unze getrieben, bevor eine Korrektur einsetzte. Auch das Gold-Silber-Ratio, das damals unter die Marke von 55 fiel, deutete auf eine im historischen Vergleich starke Position des Silbers gegenüber Gold hin. Von diesen Höchstständen hat sich der Preis inzwischen weit entfernt, das strukturelle Defizit auf der Angebotsseite bleibt jedoch ein Faktor, den Anleger im Blick behalten dürften.
Geopolitische Risikoprämie und Fed-Kurs bremsen die Erholung
Die vergangenen Tage waren geprägt von einer massiven Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Laut der Süddeutschen Zeitung starteten die USA neue Luftangriffe auf iranische Ziele, nachdem zwei US-Soldaten in Jordanien getötet wurden – der US-Gesamtverlust seit Beginn der Auseinandersetzung liegt bei 16 Soldaten. Benzinga berichtete, der Iran habe daraufhin das zugrunde liegende Abkommen mit den USA ausgesetzt und mit einer Ausweitung der Angriffe auf Golfstaaten gedroht. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus fiel auf ein Dreiwochentief. Solche Krisen treiben normalerweise die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Edelmetallen an, im Fall Silber überlagern die Sorgen um die Industrienachfrage und der starke Rückgang der vergangenen Wochen diesen Effekt bislang.
Zusätzlichen Gegenwind liefert die Geldpolitik. Fed-Chef Kevin Warsh hält am Inflationsziel von zwei Prozent fest und beließ die Zinsen im Juli bei 3,6 Prozent, ohne kurzfristige Änderungen zu signalisieren. Der Markt preist für die kommende Fed-Sitzung überwiegend eine Zinspause ein. Eine straffe Geldpolitik verteuert tendenziell das Halten von zinslosen Edelmetallen wie Silber und dürfte mit zur jüngsten Schwäche beigetragen haben.
Für Anleger ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Kurzfristig sprechen die überverkaufte Charttechnik und mögliche Short-Eindeckungen für eine Stabilisierung nahe der aktuellen Niveaus. Mittelfristig bleiben das strukturelle Angebotsdefizit und die angespannte Lage in Peru Argumente für höhere Preise, während die geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten und der restriktive Fed-Kurs als Belastungsfaktoren bestehen bleiben.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 19. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...