Silber Preis: UBS senkt Defizit auf 70 Millionen Unzen
Silber legt kurzzeitig zu, leidet aber unter sinkender chinesischer Nachfrage und hohen US-Zinsen. UBS senkt Prognose drastisch.
Kurz zusammengefasst
- Kursplus von zwei Prozent
- Chinas Industrie schwächelt
- UBS reduziert Angebotslücke
- Neues Jahresziel bei 80 Dollar
Silber sendet am Montag ein Lebenszeichen. Nach den jüngsten Verlusten kletterte das Edelmetall in der Spitze um gut zwei Prozent auf 77,72 US-Dollar. Eine anfängliche Schwäche der US-Währung stützte den Kurs. Unter der Oberfläche braut sich indes ein toxischer Mix aus geopolitischen Blockaden und schwindender Industrienachfrage zusammen.
Eskalation am Persischen Golf
Im Nahen Osten wechseln sich diplomatische Initiativen und offene Konfrontation ab. Ein 14-Punkte-Friedensplan des Iran weckte kurzzeitig Hoffnungen am Markt. US-Präsident Trump drohte Teheran am Wochenende jedoch mit drastischen Konsequenzen, sollte die Straße von Hormus nicht rasch wieder öffnen.
Die strategisch wichtige Wasserstraße bleibt für den kommerziellen Verkehr faktisch gesperrt. Das Transitvolumen liegt bei lediglich vier Prozent des Normalniveaus. Teheran gießt weiter Öl ins Feuer und kündigte am Montag die Gründung der „Persian Gulf Strait Authority“ an. Diese neue Behörde soll den Schiffsverkehr kontrollieren und Gebühren erheben, während israelische und US-Schiffe komplett ausgesperrt werden. Das US Central Command blockiert parallel dazu iranische Häfen und leitete zum Wochenstart 85 Handelsschiffe um.
Schwache Daten aus China belasten
Am physischen Markt bremsen handfeste makroökonomische Faktoren den Silber-Optimismus. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf bis zu 4,63 Prozent. Damit erreichen die Papiere ein neues 15-Monats-Hoch. Da das Edelmetall keine Zinsen abwirft, leidet die Attraktivität im direkten Vergleich mit festverzinslichen Anlagen.
Hinzu kommt eine schwächelnde Nachfrage aus Fernost. Chinas Industrieproduktion wuchs zuletzt lediglich um 4,1 Prozent im Jahresvergleich. Auch die Einzelhandelsumsätze enttäuschten mit einem minimalen Plus von 0,2 Prozent. Diese Delle trifft Silber hart, da die Volksrepublik einer der wichtigsten Abnehmer für industrielle Anwendungen ist. Ein Auftragsplus der deutschen Elektroindustrie von 11,5 Prozent federt diesen Ausfall nur bedingt ab.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?
UBS streicht Prognosen zusammen
Die fundamentale Neubewertung des Marktes liefert die Schweizer Großbank UBS. Die Analysten senkten ihre Schätzung für das globale Angebotsdefizit im laufenden Jahr drastisch. Statt der ursprünglich erwarteten 300 Millionen Unzen rechnen die Experten nun mit einer Lücke von maximal 70 Millionen Unzen.
Als Ursache nennt das Institut eine flaue Nachfrage aus der Solar- und Schmuckindustrie sowie abfließende ETF-Bestände. Folgerichtig passte die UBS auch das Jahresendziel nach unten an. Die neue Zielmarke für Silber liegt nun bei 80 US-Dollar.
Während Zentralbanken ihre Goldreserven aus geopolitischen Motiven massiv aufstocken, fehlt Silber dieser institutionelle Rückhalt. Das Edelmetall bleibt stark an den Konjunkturzyklus gekoppelt. Solange die Zinsen auf dem aktuellen Niveau verharren und die chinesische Industrie stottert, deckelt das UBS-Kursziel von 80 US-Dollar das kurzfristige Aufwärtspotenzial.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...