Silber: Zurück über 80

Der Silberpreis überwindet die 80-Dollar-Marke, angetrieben von schwachen US-Konjunkturdaten und einem anhaltenden strukturellen Angebotsdefizit. Analysten erwarten für 2026 einen durchschnittlichen Preis von 81 US-Dollar.

Andreas Sommer ·
Silber Preis Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Preis klettert über 80 US-Dollar je Feinunze
  • Schwache US-Konjunkturdaten nähren Zinssenkungsspekulationen
  • Markt verzeichnet sechstes Jahr in Folge ein Angebotsdefizit
  • Starke Nachfrage aus Industrie und als sicherer Hafen

Silber gewinnt heute wieder an Glanz. Der Preis klettert im europäischen Handel über 80 US-Dollar je Feinunze – getragen von schwächeren US-Konjunkturdaten und einer erneut steigenden Nachfrage nach sicheren Häfen. Gleichzeitig bleibt der Markt fundamental eng, weil das Angebot die Nachfrage laut Prognosen erneut nicht deckt.

Schwaches US-Wachstum rückt Fed in den Fokus

Auslöser der Bewegung sind enttäuschende Zahlen aus den USA: Das Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2025 wuchs annualisiert nur um 1,4% und lag damit deutlich unter den erwarteten rund 2,8%. Das nährt Spekulationen, dass die US-Notenbank im weiteren Jahresverlauf Zinssenkungen ins Auge fassen könnte.

Warum ist das für Silber wichtig? Sinkende Zinsen würden tendenziell den US-Dollar schwächen und machen zinslose Anlagen wie Edelmetalle relativ attraktiver.

Angebotsdefizit bleibt der Preistreiber

Neben dem Makro-Impuls stützt ein strukturelles Angebotsdefizit: Prognosen zufolge dürfte der Silbermarkt 2026 das sechste Jahr in Folge im Defizit bleiben. Zwar soll die weltweite Versorgung leicht steigen, doch die Nachfrage gilt als robust – insbesondere aus Bereichen wie Photovoltaik, Elektromobilität und KI-Anwendungen.

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Vor diesem Hintergrund nennt J.P. Morgan für 2026 einen durchschnittlichen Silberpreis von 81 US-Dollar.

Geopolitik und 80-Dollar-Marke als Signal

Zusätzliche Unterstützung kommt von der angespannten geopolitischen Lage. Berichte über zunehmende Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie der fortdauernde Krieg in der Ukraine erhöhen die Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen wie Gold und Silber.

Der Sprung über 80 US-Dollar markiert zugleich eine Erholung nach der Volatilität zu Jahresbeginn: Nach einem starken Jahr 2025 hatte Silber zunächst korrigiert, nun deutet das erneute Überschreiten der Marke auf Stabilisierung hin. Als ergänzender Bewertungsmaßstab bleibt das Gold-Silber-Verhältnis ein Faktor, den Marktteilnehmer im Blick behalten.

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