Silex Systems Aktie: 11 Prozent auf 52-Wochen-Tief
Die Aktie von Silex Systems fällt auf den tiefsten Stand seit einem Jahr. Die fehlende Kommerzialisierung der Lasertechnologie belastet den Kurs.
Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt über elf Prozent
- Neues 52-Wochen-Tief erreicht
- Kommerzialisierung der Technologie stockt
- Drei Geschäftsfelder ohne nennenswerte Umsätze
Die australische Technologiefirma Silex Systems erlebt einen bitteren Tag. Die Aktie fällt um über elf Prozent und markiert damit ein neues 52-Wochen-Tief. An der Börse notiert das Papier jetzt bei 3,14 Euro – der niedrigste Stand seit einem Jahr.
Der Abverkauf setzt eine Serie fort, die bereits in den vergangenen Wochen begann. Auf Monatssicht summiert sich das Minus auf fast 19 Prozent.
Warum die Anleger nervös werden
Silex Systems arbeitet an einer Lasertechnologie zur Isotopentrennung. Die Anwendungsfelder klingen vielversprechend: Urananreicherung für Kernkraftwerke, Silizium für Quantencomputer und medizinische Isotope für Krebstherapien. Doch die Kommerzialisierung zieht sich hin.
Der wichtigste Hebel ist die Urananreicherung. Hier lizenziert Silex seine Technologie an Global Laser Enrichment (GLE). Das Unternehmen plant eine Großanlage in Paducah, Kentucky. Die USA fördern das Projekt wegen der strategischen Bedeutung für die Energieversorgung. Reaktoren der nächsten Generation brauchen hochangereichertes Uran – und genau das liefert Silex‘ Verfahren.
Doch bis zur Produktion ist es noch ein weiter Weg.
Drei Technologien, ein Problem
Das Grundproblem: Keines der drei Standbeine erwirtschaftet aktuell nennenswerte Umsätze. Die Quantencomputing-Sparte mit dem sogenannten Zero-Spin-Silicon steckt in der Entwicklungsphase. Die medizinischen Isotope sind Zukunftsmusik.
Anleger setzen auf eine Wette, deren Einlösung Jahre dauern kann. Der RSI von 34,5 zeigt: Die Aktie ist technisch überverkauft, aber das allein ist kein Kaufsignal. Solange keine konkreten Meilensteine zu Produktionsbeginn oder Abnahmeverträgen kommen, bleibt die Aktie ein Spekulationsobjekt.
Das 52-Wochen-Hoch bei 3,98 Euro liegt nur rund drei Wochen zurück. Seitdem hat sich die Stimmung gedreht. Wer jetzt einsteigt, wettet darauf, dass die Lasertechnologie endlich den Sprung aus dem Labor schafft. Ein klares Datum dafür gibt es nicht.
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