Singulus Aktie: 29 Millionen Euro Kredit bis 2031
Singulus sichert sich 29 Millionen Euro Kredit und löst alte Verbindlichkeiten ab. Morgan Stanley stockt Anteil auf, Bieterverfahren um Triumph-Paket läuft.

Kurz zusammengefasst
- Neuer Kredit über 29 Millionen Euro
- Wandelanleihe von 3,6 Millionen Euro
- Morgan Stanley erhöht Beteiligung
- Bieterverfahren um Triumph-Aktienpaket
Singulus Technologies hat sich frisches Kapital für die nächsten fünf Jahre gesichert. Der Maschinenbauer aus Kahl am Main löst damit alte Kredite ab und stellt seine Bilanz neu auf. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung von 5,16 Prozent auf 8,96 Euro.
Neue Kredite bis 2031
Singulus hat einen besicherten Kredit über 29 Millionen Euro aufgenommen. Die Laufzeit reicht bis März 2031. Dazu kommt eine Wandelanleihe über 3,6 Millionen Euro mit Fälligkeit im April 2031.
Mit diesem Schritt löst das Unternehmen bestehende Kredite und Anleihen ab. Die Finanzierung steht damit auf einer breiteren und langfristigeren Basis.
Der Zeitpunkt passt: Das operative Geschäft läuft rund. Im ersten Quartal 2026 gingen Aufträge über 28,8 Millionen Euro ein, der Auftragsbestand liegt bei 69,5 Millionen Euro. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand einen Umsatz von rund 83 Millionen Euro an. Beim EBIT rechnet das Management mit einem positiven Ergebnis im mittleren einstelligen Millionenbereich.
Morgan Stanley baut Position aus
Parallel zur Refinanzierung verändert sich die Eigentümerstruktur. Morgan Stanley hat seine Beteiligung von 4,94 auf 5,21 Prozent der Stimmrechte erhöht. Die US-Großbank kombiniert dabei direkte Aktien mit Wertpapierleihe. Strategische Absichten nannte das Institut nicht.
Spannender bleibt ein anderes Kapitel: das Bieterverfahren um das Aktienpaket von Triumph Science & Technology Group. Der chinesische Konzern hält 1.489.997 Aktien, das entspricht rund 16,75 Prozent der ausstehenden Anteile. Alle Aktien müssen als ein Gesamtpaket an einen einzigen Investor gehen.
Triumph ist dabei kein gewöhnlicher Finanzinvestor. Der Konzern ist seit Herbst 2018 an Singulus beteiligt und zugleich Kunde des Unternehmens. Ein Verkauf würde also nicht nur die Aktionärsstruktur verändern, sondern möglicherweise auch eine bestehende Geschäftsbeziehung berühren.
Extreme Schwankungen bleiben die Regel
Der Kurs zeigt sich weiterhin außergewöhnlich volatil. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von 17,04 Prozent, auf 30-Tage-Sicht dagegen ein Plus von 32,94 Prozent. Seit Jahresbeginn hat sich die Aktie um 511,60 Prozent verteuert, auf Zwölfmonatssicht sind es 376,60 Prozent.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 11,10 Euro, erreicht am 2. Juli 2026, trennen die Aktie aktuell 19,28 Prozent. Zum 52-Wochen-Tief bei 1,20 Euro vom Oktober 2025 beträgt der Abstand dagegen mehr als das Sechsfache. Der Kurs notiert klar über seinen mittelfristigen Durchschnittslinien: 36,44 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und 190,24 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt.
Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 100,86 Prozent. Der RSI auf 14-Tage-Basis notiert bei 58,2 Punkten – ein neutraler Wert ohne akute Überhitzungssignale.
Drei Entwicklungen laufen aktuell parallel: die gesicherte Finanzierung bis 2031, der wachsende Einfluss institutioneller Investoren wie Morgan Stanley und das offene Bieterverfahren um das Triumph-Paket. Wie sich diese Faktoren auf den weiteren Kursverlauf auswirken, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen – insbesondere sobald sich ein Käufer für das 16,75-Prozent-Paket findet.
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