Sivers: 29. Mai bündelt Bilanztest und MSCI-Effekt
Sivers Semiconductors verschärft Bilanz durch US-Prüfstandards. Quartalszahlen und Indexaufnahme am 29. Mai stehen bevor.

Kurz zusammengefasst
- EBIT rutscht auf minus 177,8 Mio. SEK
- Quartalsbericht auf den 29. Mai verschoben
- MSCI Small Cap Index Aufnahme geplant
- Shortseller-Positionen belasten Aktie
Sivers Semiconductors bekommt ausgerechnet vor einem wichtigen Termin ein schärferes Bilanzprofil. Die Umstellung auf US-Prüfstandards macht frühere Verluste größer. Am 29. Mai bündeln sich Quartalszahlen, Indexaufnahme und offene Fragen zur Nasdaq-Story.
Bilanz fällt schwächer aus
Der Geschäftsbericht für 2025 kam am 13. Mai. Sivers passte die Konzernabschlüsse an PCAOB-Regeln an, den Prüfrahmen für US-Börsenunternehmen. Hintergrund ist die Prüfung einer möglichen Zweitnotiz an der Nasdaq in New York.
Im jüngsten Jahresabschluss stieg der ausgewiesene Umsatz leicht auf 306,6 Mio. SEK. Wichtiger ist das Ergebnis. Das EBIT fiel nach der Korrektur auf minus 177,8 Mio. SEK, zuvor standen minus 141,3 Mio. SEK in den Büchern.
Der Jahresverlust verschärfte sich auf 222,6 Mio. SEK nach zuvor 186,5 Mio. SEK. Das Eigenkapital sank auf 949,8 Mio. SEK. Damit trifft die Anpassung nicht nur die Gewinn- und Verlustrechnung, sondern auch die Bilanzbasis.
Auch die Vergleichswerte für das Vorjahr rutschten deutlich. Der Verlust sprang von 116,3 auf 183,9 Mio. SEK. Der Umsatz wurde auf 219,2 Mio. SEK gesenkt.
Hinter den Korrekturen stehen mehrere Punkte. Sivers ordnete Umsätze zwischen Berichtsperioden neu zu, passte Lagerwerte an und änderte Annahmen für aktienbasierte Vergütungen. Dazu kamen Wertminderungen auf zuvor aktivierte Entwicklungskosten.
Der 29. Mai wird eng
Der Quartalsbericht wurde vom 20. auf den 29. Mai verschoben. Als Grund nennt das Unternehmen die laufende Prüfungsaufwertung im Zuge der Nasdaq-Pläne. Das macht die nächsten Zahlen wichtiger als üblich.
Am selben Tag soll die Aktie in den MSCI Sweden Small Cap Index aufgenommen werden. Das kann passive Käufer anziehen, löst aber keine operativen Probleme. Der Markt bekommt dann erstmals ein klareres Bild unter dem neuen Bilanzrahmen.
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Shortseller und Bewertung drücken
Auch von der Marktseite kommt Druck. Voleon Capital Management meldete eine Short-Position von 1,86 Prozent. Two Sigma Investments lag bei 1,78 Prozent.
Schwedens Wirtschaftskriminalitätsbehörde prüft, ob Details der Nasdaq-Planung vor der offiziellen Mitteilung im April durchsickerten. Ein Staatsanwalt sagte Affärsvärlden, Nasdaq sollte mögliche vorzeitige Informationen zu den US-Listing-Plänen prüfen.
Hinzu kommt die Lage beim größten Einzelinvestor Achilles Capital. Die Muttergesellschaft DDM Finance ist mit Anleihen ausgefallen und befindet sich in Restrukturierung. Ein möglicher Aktienblock aus diesem Umfeld bleibt ein Risiko für den Markt.
Die Gegenstory bleibt die Technologie. Sivers arbeitet an Co-Packaged Optics und optischem I/O für KI-Cluster. Diese Verbindungen sollen Kupferleitungen entlasten und Energieverbrauch, Latenz und Hitze senken.
Die jüngste gerichtete Aktienemission brachte rund 125 Mio. SEK vor Kosten. Das Geld soll in Photonikprodukte für KI-Rechenzentren und Lidar fließen. Im Wireless-Geschäft meldete Sivers eine Entwicklungspartnerschaft mit Tachyon Networks über 1,5 Mio. Dollar.
Der Kurs spiegelt bereits viel Hoffnung. Zum Wochenschluss am 15. Mai stand die Aktie bei 55,70 SEK, nach einem Rücksetzer vom jüngsten Hoch. Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei mehr als 1.100 Prozent.
Die Bewertung ist entsprechend anspruchsvoll. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 46,4 und damit weit über dem Niveau vergleichbarer Halbleiterwerte. Am 29. Mai zählt daher nicht nur Wachstum im Quartal, sondern auch die Qualität der neu sortierten Zahlen.
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