Sivers: Jabil entwickelt 1,6T-Transceiver
Sivers Semiconductors startet Kapitalerhöhung über 125 Mio. Kronen und bereitet ein Listing an der Nasdaq vor.

Kurz zusammengefasst
- Kapitalerhöhung über 125 Millionen Kronen
- Geplantes Dual-Listing an der Nasdaq
- Partnerschaft mit Jabil für KI-Module
- LiDAR-Serienproduktion ab Q4 2026
Hohe Erwartungen treffen auf einen prall gefüllten Terminkalender. Bei Sivers Semiconductors steht eine entscheidende Phase an. Der schwedische Photonik-Spezialist bereitet eine Kapitalerhöhung vor und schielt auf die Wall Street. Die fundamentale Bewertung verlangt nun nach handfesten Ergebnissen.
Heute endet die Anmeldefrist für eine außerordentliche Hauptversammlung am 11. Mai. Auf der Agenda steht eine gezielte Aktienemission, die rund 125 Millionen Schwedische Kronen in die Kassen spülen soll.
Vorgesehen ist die Ausgabe von 8,62 Millionen Stammaktien zu je 14,50 Kronen. Institutionelle Investoren wie DNB Disruptive Opportunities und Storebrand Sverigefond stehen für den Deal bereit. Im Anschluss greift für das Unternehmen eine 180-tägige Sperrfrist für weitere Emissionen.
US-Börsenpläne verzögern Jahresbericht
Die Kapitalmaßnahme ist nur der Auftakt. Sivers verschob kürzlich die Veröffentlichung des Jahresberichts auf den 15. Mai. Der Grund liegt in den USA: Das Management prüft ein Dual-Listing an der Nasdaq in New York. Dafür müssen die Finanzberichte für 2024 und 2025 an die strengeren US-Prüfungsstandards (PCAOB) angepasst werden.
Diese Umstellung könnte zu bilanziellen Anpassungen führen. Die Schweden prüfen unter anderem die Umsatzabgrenzung zwischen den Perioden und die Bewertung der Lagerbestände. Das Unternehmen stuft diese Effekte als nicht wesentlich für die Finanzlage ein. Fünf Tage später, am 20. Mai, folgen die Zahlen für das erste Quartal.
KI-Fantasie treibt die Bewertung
Die aktuelle Bewertung der Aktie spiegelt enorme Wachstumserwartungen wider. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 31,1 ist das Papier teuer. Der europäische Halbleiter-Durchschnitt liegt bei einem Wert von 4,1. Anleger bezahlen hier nicht für aktuelle Gewinne, sondern für die Positionierung im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Im April verkündete Sivers eine Partnerschaft mit dem US-Fertiger Jabil. Gemeinsam entwickeln sie optische Transceiver-Module, die den Datentransfer in KI-Rechenzentren beschleunigen sollen. Parallel dazu treibt ein strategischer LiDAR-Kunde die Technologie in der Automobilindustrie voran. Ab dem vierten Quartal 2026 soll hier die Serienproduktion anlaufen.
Das Umsatzpotenzial dieses LiDAR-Projekts liegt bei bis zu 138 Millionen US-Dollar. Die operative Basis wächst: 2025 kletterte der Umsatz auf 304 Millionen Kronen. Die Projektpipeline schwoll im gleichen Zeitraum massiv an.
Das Management muss nun beweisen, dass die operative Realität mit der hohen Bewertung Schritt hält. Am 11. Mai stimmen die Aktionäre über die Finanzspritze ab. Mit dem angepassten Jahresbericht Mitte Mai und den Quartalszahlen am 20. Mai folgen direkt die nächsten Prüfsteine. Halten die Wachstumsraten an, erhält Sivers das nötige Fundament für den geplanten Sprung an die Wall Street.
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