Sivers: JPMorgan baut auf über 5 Prozent aus
JPMorgan erhöht Anteil an Sivers auf über fünf Prozent. Kurz vor Abstimmung über Nasdaq-Listing steigt der Kurs, während Short-Seller unter Druck geraten.

Kurz zusammengefasst
- JPMorgan baut Position massiv aus
- Abstimmung über Nasdaq-Listing steht an
- Leerverkäufer durch Aktienknappheit belastet
- Auftragspipeline für KI-Chips wächst
Sivers Semiconductors steht vor einer entscheidenden Woche. Die US-Großbank JPMorgan Chase hat ihren Anteil an dem schwedischen Chipentwickler massiv ausgebaut. Das befeuert die Spekulationen kurz vor einer wichtigen Hauptversammlung. Leerverkäufer geraten derweil massiv unter Druck.
Wall Street im Visier
Innerhalb eines Monats stockte JPMorgan seine Position von 0,4 Prozent auf über fünf Prozent auf. Marktbeobachter schätzen den Wert des Pakets auf rund 135 Millionen US-Dollar. Dieser Einstieg gilt als starkes Signal für die US-Expansionspläne des Unternehmens im Bereich KI-Infrastruktur.
Am 15. Juni stimmen die Aktionäre über eine mögliche Zweitnotierung an der US-Technologiebörse Nasdaq ab. Sivers hat seine Bilanzen bereits an die strengen US-Standards angepasst. Zusätzlich soll Joakim Nideborn in den Verwaltungsrat einziehen. Er bringt internationale Finanzexpertise für das geplante Wall-Street-Debüt mit.
Leerverkäufer in der Falle
Der Einstieg der Amerikaner trifft Leerverkäufer hart. Am Markt für Wertpapierleihen herrscht akuter Mangel an Sivers-Aktien. Die Nordea Bank passte kürzlich die Margen für gehebelte Short-Produkte an. Die Folge: Die Leihkosten für bestimmte Instrumente schossen auf bis zu 228 Prozent in die Höhe.
Das treibt den Kurs weiter an. Aktuell notiert das Papier bei 8,09 Euro. Allein in den vergangenen 30 Tagen legte der Wert um gut 70 Prozent zu. Wer nach jüngsten Short-Attacken auf fallende Kurse setzte, muss seine Positionen nun teuer einkaufen.
Volle Pipeline für KI-Chips
Operativ profitiert der Konzern von der hohen Nachfrage nach Photonik- und Funktechnik für KI-Rechenzentren. Im ersten Quartal setzte Sivers knapp 62 Millionen schwedische Kronen um. Parallel dazu wächst der Auftragsbestand rasant. Die Projektpipeline kletterte auf hochgerechnet 799 Millionen US-Dollar.
Das entspricht einem Plus von 77 Prozent gegenüber dem Jahresende. Hält das operative Momentum an, ebnet die anstehende Hauptversammlung den Weg für weiteres Wachstum. Die Abstimmung über das Nasdaq-Listing am kommenden Montag liefert den nächsten harten Datenpunkt.
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