Sivers: Q1-Zahlen am 29. Mai, Nasdaq-Aufnahme am 1. Juni
Leerverkäufer senken Wetten auf Sivers auf 6,81 Prozent. Kursrally von 1.700 Prozent und bevorstehende Nasdaq-Listung prägen das Geschehen.

Kurz zusammengefasst
- Short-Interest fällt auf 6,81 Prozent
- Aktie verzeichnet 1.700 Prozent Plus
- Dual-Listing an der Nasdaq geplant
- Zwei entscheidende Ereignisse in Kürze
Kurz vor zwei potenziell kursbestimmenden Ereignissen baut der Markt seine Wetten gegen Sivers Semiconductors spürbar ab. Das Short-Interest am schwedischen Halbleiterunternehmen sank bis zum 26. Mai auf 6,81 Prozent des Grundkapitals — nach 8,64 Prozent eine Woche zuvor.
Kursrally von 1.700 Prozent zieht Skepsis an
Der Rückzug der Leerverkäufer fällt in eine Phase extremer Kursdynamik. Getrieben von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur und optischen Komponenten hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 1.700 Prozent zugelegt. Die Marktkapitalisierung liegt inzwischen bei etwa 23,5 Milliarden Schwedischen Kronen — das positioniert Sivers als relevanten Akteur im aufkommenden Co-Packaged-Optics-Ökosystem.
Neben dem KI-Hype stützen auch Rüstungsaufträge den Kurs, darunter eine Vertragsverlängerung über 6,6 Millionen US-Dollar für das EW-STAR-Projekt im Rahmen des US-amerikanischen Microelectronics-Commons-Programms. Analysten sehen allerdings eine wachsende Lücke zwischen Kurs und fundamentalen Bewertungszielen — was die hohe Volatilität und das anhaltende Spekulationsinteresse erklärt.
Nasdaq-Listing und Bilanzanpassungen
Sivers bereitet parallel dazu ein Dual-Listing an der Nasdaq New York vor. Mitte Mai veröffentlichte das Unternehmen seinen Jahresbericht 2025 mit rückwirkend angepassten Zahlen nach PCAOB-Standards — Voraussetzung für den Zugang zum US-Kapitalmarkt. Die neu ausgewiesenen Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 zeigen Umsätze von 219,2 Millionen Kronen und einen Nettoverlust von 183,9 Millionen Kronen.
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Im Zuge dieser Transformation verändert sich auch das Führungsgremium: Vizevorsitzender Tomas Duffy schied aus dem Aufsichtsrat aus, die langjährigen Investoren Erik Fallström und Keith Halsey ebenfalls.
Zwei Katalysatoren in 48 Stunden
Morgen, am 29. Mai, veröffentlicht Sivers seinen Zwischenbericht für das erste Quartal 2026 — ursprünglich verschoben, um die PCAOB-konforme Prüfung abzuschließen. Das ist der erste harte Zahlentest nach der Kursexplosion.
Ab 1. Juni folgt der nächste strukturelle Impuls: Nasdaq bestätigt die Aufnahme der Aktie in den OMX Stockholm Benchmark Index. Hinzu kommt die Inklusion in einen MSCI-Small-Cap-Index. Beide Ereignisse erzwingen typischerweise Käufe durch passive Fonds und ETFs — was den verbleibenden Leerverkäufern zusätzlichen Druck machen dürfte.
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