Sivers Semiconductors Aktie: 57 Prozent Minus in 30 Tagen
Die Aktie von Sivers Semiconductors verzeichnet nach einem Kursplus von 947 Prozent einen massiven Rücksetzer von über 57 Prozent innerhalb eines Monats.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert 57 Prozent in 30 Tagen
- Globaler Chip-Ausverkauf als Auslöser
- Quartalszahlen am 6. August erwartet
- Produktionsauftrag über 8,2 Millionen Dollar
Noch im Mai zählte Sivers Semiconductors zu den auffälligsten Gewinnern des europäischen Aktienmarktes: Bis zum 12. Mai stand die Aktie laut Euronews auf Jahressicht mit 947 Prozent im Plus. Von diesem Höhenflug ist inzwischen wenig übrig. Im deutschen Handel notiert das Papier aktuell bei 2,63 Euro und legt am heutigen Mittwoch um 1,23 Prozent zu – nach einem Schlusskurs von 2,60 Euro am Dienstag. Der Blick auf die vergangenen 30 Tage zeigt das ganze Ausmaß der Korrektur: Dort steht ein Minus von 57,41 Prozent zu Buche, der Relative-Stärke-Index von 34,4 signalisiert eine Aktie im überverkauften Bereich.
Kurssturz im Sog des globalen Chip-Ausverkaufs
Der jüngste Rutsch fällt in eine Phase heftiger Turbulenzen bei Halbleiterwerten weltweit. Am Dienstag verlor die Sivers-Aktie in Stockholm 7,3 Prozent auf 28,46 schwedische Kronen, im US-Freiverkehr fiel das Papier um 7,50 Prozent auf 2,96 Dollar. Auslöser war ein branchenweiter Ausverkauf: Der Nasdaq-100 rutschte laut Berichten in die Korrekturzone, US-Technologiewerte verloren binnen fünf Handelstagen rund 1,6 Billionen Dollar an Marktwert. Chiphersteller wie Micron, AMD und Applied Materials büßten am Dienstag zweistellig beziehungsweise knapp zweistellig ein.
Verschärft wurde die Stimmung durch Asien: Der südkoreanische Kospi brach am Mittwoch zeitweise um mehr als sechs Prozent ein, nachdem SK Hynix trotz eines operativen Rekordgewinns von 60,54 Billionen Won die Konsensschätzung verfehlt hatte. Samsung Electronics und SK Hynix gerieten daraufhin massiv unter Druck, was laut Berichten der Herald Business und der Korea Times Sorgen über die Nachhaltigkeit der milliardenschweren KI-Investitionen der großen Technologiekonzerne befeuerte. In diesem Umfeld gerieten auch kleinere, hochbewertete Halbleiterwerte wie Sivers unter Verkaufsdruck.
Auftragslage und Wachstumsstory bleiben Thema
Operativ zeigte Sivers zuletzt ein gemischtes Bild. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte das schwedische Unternehmen einen Umsatz von 61,9 Millionen Kronen, unter dem Strich stand ein Nettoverlust von rund 42,7 Millionen Kronen. Die nächsten Geschäftszahlen werden für den 6. August erwartet. Sivers ist in zwei Segmenten aktiv, Wireless mit 5G-mmWave-Technologie und Photonics mit optischen Halbleitern, und kooperiert unter anderem mit LioniX International, O-Net Technologies, Enablence Technologies, Tachyon Networks und GLOBALFOUNDRIES.
Auf der Auftragsseite gab es zuletzt einen positiven Impuls: ALL.SPACE erteilte Sivers einen Produktionsauftrag über 8,2 Millionen Dollar für Ka-Band-Beamforming-ICs. Zudem hält JPMorgan nach vorliegenden Angaben eine Beteiligung von rund 5 Prozent an dem Unternehmen. Auf der Hauptversammlung im Juni zogen die Aktionäre mehrere Tagesordnungspunkte zu Mitarbeiteraktienoptionen zurück, die von den Aktionären beschlossene Kapitalerhöhung von rund 15 Prozent im Zusammenhang mit dem im April angekündigten Zweitlisting an der Nasdaq bleibt jedoch bestehen.
Charttechnisch tief gefallen
Die Kennzahlen aus dem Chart unterstreichen, wie weit sich die Aktie von ihrem Rekordniveau entfernt hat: Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt aktuell minus 74,29 Prozent. Die durchschnittliche Kursziel-Schätzung von Analysten liegt laut Yahoo Finance bei 9,95 schwedischen Kronen – ein Niveau, das angesichts des massiven Kurseinbruchs der vergangenen Wochen kaum mehr die aktuelle Handelsrealität widerspiegelt. Für Anleger bleibt die Aktie damit ein Fall extremer Schwankungsbreite, bei dem der anstehende Quartalsbericht am 6. August zum nächsten wichtigen Prüfstein wird.
Sivers Semiconductors-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Sivers Semiconductors-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Sivers Semiconductors-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Sivers Semiconductors-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Sivers Semiconductors: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...