Sivers Semiconductors Aktie: Q1-Zahlen am 29. Mai vorgelegt

Der schwedische KI-Chip-Spezialist legt Q1-Zahlen vor, während Shortseller die Rally mit einer Quote von 17 Prozent herausfordern.

Redaktion Stock-World ·
Sivers Semiconductors Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Shortquote steigt auf 17 Prozent
  • Nasdaq-Listing als strategisches Ziel
  • Pentagon-Projekt stützt Kursfantasie
  • Operative Verluste bleiben hoch

Sivers Semiconductors legt heute die Zahlen für das erste Quartal vor. Der Zeitpunkt ist heikel: Die Aktie des schwedischen KI-Chip-Spezialisten hat seit Jahresbeginn rund 1.700 Prozent zugelegt. Nun muss das operative Geschäft zeigen, ob die Bewertung mitzieht.

Der Markt schaut nicht nur auf Umsatz und Marge. Im Zentrum steht die Frage, ob die Nachfrage aus KI-Infrastruktur und Verteidigung reicht, um die Verluste zu verkleinern. Das dürfte spannend werden.

Shortseller erhöhen den Druck

Der rasante Kursanstieg hat Shortseller angezogen. Laut Daten von S&P Global liegt die Shortquote inzwischen bei 17 Prozent des Streubesitzes. Anfang März waren es erst 1,6 Prozent.

Zu den bekannten Adressen auf der Short-Seite zählen Walleye Capital mit 0,5 Prozent und Voleon Capital mit 0,53 Prozent. Auch Qube Research und Two Sigma treten in den Daten auf. Ein Teil des Marktes wettet damit offen gegen die Rally.

Calle Söderberg von Nordnet stuft die jüngste Kursbewegung als hoch spekulativ ein. Am 28. Mai schloss die Aktie bei 70,20 schwedischen Kronen. Das entsprach einem Tagesminus von 4,36 Prozent.

Die Bewertung bleibt der wunde Punkt. Ein DCF-Modell von Simply Wall St sieht den fairen Wert bei 1,73 schwedischen Kronen. Der Analystenkonsens liegt mit 6,55 schwedischen Kronen ebenfalls weit unter dem aktuellen Kurs.

Nasdaq-Plan trifft auf Verluste

Sivers stellt seine Finanzberichte auf US-GAAP um. Das Management schafft damit eine wichtige Voraussetzung für ein geplantes Zweitlisting an der Nasdaq in den USA. Für ein Unternehmen mit globalen Chip-Ambitionen wäre das ein klarer Schritt in Richtung US-Kapitalmarkt.

Für das Geschäftsjahr 2025 wies Sivers nach der angepassten Berichterstattung einen Umsatz von 307 Millionen schwedischen Kronen aus. Die Verlustseite fiel deutlich aus.

Dem standen ein operativer Verlust von 178 Millionen schwedischen Kronen und ein Nettoverlust von 223 Millionen schwedischen Kronen gegenüber. Diese Lücke erklärt die Nervosität. Die Börse preist starkes Wachstum ein, während das Unternehmen noch rote Zahlen schreibt.

Pentagon-Projekt stützt die Fantasie

Ein Treiber der Kursrally ist das EW-STAR-Projekt. Die Initiative läuft mit Unterstützung des Pentagons im Rahmen des CHIPS Act. Sivers erhielt zuletzt eine Förderzusage über 6,6 Millionen Dollar für das zweite Projektjahr.

Bei der Technologie für elektronische Kriegsführung arbeitet Sivers mit BAE Systems, dem MIT Lincoln Laboratory und der Columbia University zusammen. Das bringt industrielle Glaubwürdigkeit. Es ersetzt aber noch keinen dauerhaften kommerziellen Umsatzstrom.

Hinzu kommen zwei Indexaufnahmen. Am 1. Juni soll Sivers in den OMX Stockholm Benchmark Index und den MSCI Small-Cap Index aufgenommen werden. Solche Schritte können Käufe durch ETFs und Indexfonds auslösen.

Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 23,5 Milliarden schwedischen Kronen. Umgerechnet entspricht das etwa 2,5 Milliarden Dollar. Für ein noch verlustreiches Chipunternehmen ist die Messlatte damit hoch.

Der heutige Bericht muss zeigen, ob Silizium-Photonik und Laser-Array-Produkte im Markt stärker greifen. Relevant sind vor allem Auftragseingang, Umsatzdynamik und Cash-Verbrauch. Bestätigt Sivers das Wachstum nicht klar, bleibt die hohe Shortquote ein unmittelbarer Risikofaktor für die Aktie.

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Sivers Semiconductors Aktie

32,78 SEK

KGV —
KUV 31,85
Sektor Technologie
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 9,83 Mrd. SEK
Ø Kursziel 7,13 SEK
ISIN: SE0003917798 WKN: A1W9Z9

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