Sivers Semiconductors Aktie: Umsatz fällt auf 61,9 Millionen
Der Chipspezialist Sivers Semiconductors vermeldet einen Umsatzrückgang von 22 Prozent im ersten Quartal 2026, treibt aber die Vorbereitungen für den US-Börsengang voran.

Kurz zusammengefasst
- Nettoerlöse sinken um 22 Prozent
- Operativer Verlust weitet sich aus
- Vorbereitungen für Nasdaq-Listing laufen
- Projektpipeline-Wert steigt deutlich
Sivers Semiconductors treibt den US-Börsengang voran – und kassiert dafür einen herben Umsatzrückgang. Der schwedische Chipspezialist legt die Zahlen fürs erste Quartal 2026 vor: Nettoerlöse von 61,9 Millionen Kronen, ein Minus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Aktie dürfte am Freitag unter Druck geraten.
CEO Vickram Vathulya führt die Schwäche auf den US-Regierungsstillstand im vierten Quartal 2025 zurück. Zahlreiche Verteidigungsbudgets wurden erst mit Verzögerung freigegeben. Mehrere erwartete Erlöse verschieben sich deshalb ins zweite Halbjahr 2026.
Die operative Marge leidet. Das bereinigte EBITDA rutschte auf minus 13,8 Millionen Kronen, nach minus 6 Millionen im Vorjahresquartal. Der operative Verlust weitete sich auf 41,5 Millionen Kronen aus. Der Nettoverlust verbesserte sich indes leicht auf 42,7 Millionen Kronen.
Das große Ziel: Nasdaq New York
Parallel zum Tagesgeschäft arbeitet das Management an einem Gamechanger. Sivers Semiconductors bereitet eine mögliche Zweitnotierung an der Nasdaq New York vor. Um die strengen Prüfstandards der US-Börsenaufsicht PCAOB zu erfüllen, ließ das Unternehmen seine Konzernabschlüsse für 2024 und 2025 umfassend neu prüfen und restrukturieren.
Der Aufwand schlägt sich in den Quartalszahlen nieder: Die Betriebskosten stiegen – durch den Audit-Uplift und den Ausbau des Vertriebs. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit fiel mit minus 49,2 Millionen Kronen deutlich negativer aus als ein Jahr zuvor.
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Gleichzeitig wächst die Hoffnung auf künftige Großaufträge. Der Projektpipeline-Wert kletterte um 77 Prozent auf 799 Millionen US-Dollar. Sivers setzt auf Photonik und Drahtlostechnologie für KI-Rechenzentren, Lidar und Satellitenkommunikation.
Kapitalerhöhung und Verteidigungsaufträge
In den Wochen vor dem Quartalsbericht sicherte sich das Unternehmen mehrere strategische Erfolge:
- Das US-Verteidigungsprogramm EW STAR unter dem CHIPS Act brachte 6,6 Millionen Dollar „Year 2“-Finanzierung.
- Eine Kapitalerhöhung über 8,62 Millionen Aktien zu 14,50 Kronen platzierte das Unternehmen bei institutionellen Anlegern.
- Mit Joakim Nideborn und Helena Svancar ziehen zwei erfahrene Internationalisten in den Verwaltungsrat.
Der Zeitplan für das US-Listing bleibt offen. Das Management bekräftigt jedoch die Erwartung steigender Umsätze für das Gesamtjahr 2026. Der Hochlauf der Serienproduktion für Automobil-Lidar und 1,6-Terabit-Übertragungsmodule soll 2027 greifbare Ergebnisse liefern.
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